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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

17. Dezember 2017 | 09:21 Uhr

Sieger ermittelt : Meisterschaften mit Gegenspieler

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Fanfaren- und Spielmannszüge kürten am Sonnabend in Plau am See die Landessieger. Die Wettkämpfe mussten bei Dauerregen absolviert werden. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch.

von
erstellt am 14.Sep.2014 | 22:00 Uhr

Da findet einmal im Jahr die Landesmeisterschaft der Fanfaren- und Spielmannszüge statt, und dann so was: Auf Mittag zu hatte sich der Himmel über Plau mit dicken Wolken zugezogen, und aus denen fing es pünktlich zum Meisterschaftsbeginn zu schütten an. Während sich die Zuschauer in wetterfeste Kleidung hüllten und unzählige Regenschirme die (leider) nicht vorhandene Tribünenüberdachung ersetzten, suchten die sechs startenden Züge Schutz unter den Bäumen in der Stadionkurve. Das war der Zeitpunkt, als die Wettkampfleitung, gestellt vom Landesverband MV, auch die Frage der Fragen stellte: Was tun? „Gemeinsam mit den Zügen haben wir entschieden, den Wettkampf wie geplant durchzuziehen“, sagte Karsten Evers, Fachbereichsleiter Spielmannswesen im Landesverband. Die Veranstaltung auf ein anderes Wochenende zu verlegen, wäre ohnehin ein Vabanque-Spiel. Außerdem sei der Aufwand, den die Züge mit einer zweiten Anreise hätten, immens.

Obwohl es wohl kaum eine halbe Stunde dauerte, bis die Aktiven „durch bis auf die Knochen“ waren, tat das der Stimmung kaum Abbruch. Da wurde auf nichts verzichtet. Auch nicht auf den Einmarsch der sechs Züge – insgesamt rund 230 Aktive aus Neubrandenburg, Friedland, Neustrelitz, Malchow, Barth und Plau–, der immer vor allem ein Augenschmaus für die Zuschauer ist.

Und dann ging es in die Wettkämpfe, die die Züge komplett im Regen und damit unter erschwerten Bedingungen absolvieren mussten. Das Reglement in allen Wettkampfklassen ist klar, und da drückten die Wettkampfrichter kein Auge zu. Auch nicht, als in der Barther Formation, die gegen den Spielmannszug aus Malchow in der Landesmeisterklasse angetreten war, eine Flöte zu Boden ging. „Das wird sicher Abzug geben“, kommentierte gewohnt unterhaltsam Stadionsprecherin Katrin Weber. Den gab es. Trotzdem reichte es am Ende für Barth.

Und es regnete ohne Unterlass. Trotzdem gelang es dem Fanfarenzug Neustrelitz in der Division II startend, in Marsch und Show den Titel des Vorjahres zu verteidigen. Platz 2 ging an Neubrandenburg, Platz 3 an Friedland.

Gastgeber Plau startete konkurrenzlos in der offenen Show und hatte Platz eins damit schon beim Aufmarsch sicher. Ein Start in der Division wäre verlockend, räumte Carola Rohde, Leiterin des Fanfarenzuges, ein. „Aber es ist unheimlich schwierig neben Zügen wie Neustrelitz oder Neubrandenburg. Wir haben mit Abstand die jüngsten Mitglieder in unseren Reihen.“ Dabei ginge nicht darum, deren Leistung zu schmälern. „Nein, auch unsere Kleinen sind schon richtig gut. Aber es ist schwierig, Training und Proben von Kindern und Erwachsenen so zu gestalten, dass am Ende Leistung herauskommt“, so Carola Rohde.

Freuen würde sich der 18 Mitglieder starke Zug über Verstärkung. „Kinder, Jugendliche, auch Erwachsene“, sagt Carola Rohde. Wer Lust hat, melde sich einfach bei ihr oder montags im Jugendclub, wo von 16 bis 19 Uhr geprobt wird.

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