Abgestimmt : Mehrheit ist für Umgehungsstraße

Um die Stadt nicht vom See zu trennen, würde eine Westumgehung für Goldberg in Frage kommen. Grafik: stepmap
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Um die Stadt nicht vom See zu trennen, würde eine Westumgehung für Goldberg in Frage kommen. Grafik: stepmap

SVZ Online-Umfrage zeigt deutlichen Trend für eine Ortsumgehung in Goldberg

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25. November 2014, 20:45 Uhr

Der Schwerlastverkehr muss raus aus der Stadt Goldberg – darin sind sich die meisten Goldberger einig. Doch wie die Thematik angegangen werden soll, da spalten sich die Geister. Während auf unserer Facebook-Seite fleißig kommentiert wurde, haben einige Leser über unserer Internetseite an der Online-Umfrage teilgenommen. 202 Personen haben abgestimmt: Das Ergebnis ist eindeutig: 78,7 Prozent stimmen für eine Ortsumgehung von Goldberg, 21,3 Prozent sind dagegen. Repräsentativ ist das Ergebnis sicherlich nicht, dennoch zeigt es einen ungefähren Trend, wie die Goldberger selbst zu diesem Thema stehen. Einige Einwohner der Mildenitzstadt haben die Umfrage kritisch beäugt.

Gustav Graf von Westarp (Freie Wähler Goldberg) macht keinen Hehl daraus, sich für die Umgehungsstraße einzusetzen und zu kämpfen. Immer wieder hat es Verkehrserhebungen in Goldberg gegeben. Auch vor wenigen Monaten wieder. Diese sei aber fehlerhaft gewesen. Deswegen fordert der Goldberger erneut eine Verkehrszählung in Auftrag zu geben. „Es ist noch immer enorm, wie viel Lkw-Verkehr hier durch die Stadt fährt“, erzählt Gustav Graf von Westarp. Vor allem als die Umleitung während der Straßensanierung Lübzer Straße bestand, ist ihm das Lkw-Aufkommen noch einmal erheblich aufgefallen. „Die Verkehrszählungen haben immer wieder gezeigt, dass der Verkehr enorm zugenommen hat“, so von Westarp weiter. Dennoch sind solche Verkehrserhebungen auch kritisch zu sehen. „Nicht zu jeder Zeit dürfen Verkehrszählungen vorgenommen werden“, erklärt der Goldberger.

Nicht an allen Tagen in der Woche sollte eine Verkehrszählung erfolgen. Empfohlen werden die beiden sogenannten Normalwerktage wie Dienstag und Donnerstag. Denn an diesen beiden Tagen ist der Einfluss des Wochenendes nicht mehr vorhanden. Des Weiteren sollte eine Verkehrszählung nicht am Anfang oder Ende von Ferien sowie in unmittelbarer Nähe zu Feiertagen erfolgen. Empfohlen werden die Monate April, Mai, Juni, September und Oktober. Gustav Graf von Westarp wird sich auf jeden Fall weiterhin für eine Ortsumgehung stark machen. „Wir reden derzeit von einer Scheinlebendig in Goldberg. Wer glaubt, dass jemand, der zum Urlaub an der Ostsee durch Goldberg fährt und hier anhält, der irrt sich gewaltig. Wir müssen die Stadt attraktiver machen und auf unsere Sehenswürdigkeiten hinweisen“, sagt der Goldberger noch einmal.


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