Lübz : Mehrgenerationenhaus kommt an

Besonders beliebt sind im Mehrgenerationenhaus die Werkstätten, hier Mitarbeiter Jan Michaelis mit Marleen bei Laubsägearbeiten im Rahmen eines Ferienprogramms.
Besonders beliebt sind im Mehrgenerationenhaus die Werkstätten, hier Mitarbeiter Jan Michaelis mit Marleen bei Laubsägearbeiten im Rahmen eines Ferienprogramms.

2017 knapp 25 000 Besucher in Lübzer Einrichtung: Jetzt soll es noch mehr Angebote für Ältere geben.

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07. März 2018, 21:00 Uhr

Die jetzt vorliegenden, genauen Zahlen haben die zu Beginn des Jahres geäußerten Schätzungen weitestgehend bestätigt: Knapp 25 000 Besucher kamen im vergangenen Jahr ins Lübzer Mehrgenerationenhaus, das damit seine Rolle als einer der wichtigsten Anlaufpunkte in der Region gefestigt hat. Der Erfolg gründet sich nicht nur auf die besonders breitgefächert angelegten, sehr beliebten Ferienprogramme, sondern auch auf neu geschaffene Angebote. Zu ihnen gehören „Der karierte Sessel – Bürger lesen für Bürger“ und das „Kleinstadtkino“. Diese Veranstaltungen haben Carina Hedtke beziehungsweise Hannah Kirchmeier ins Leben gerufen. „Entsprechend dem seit Anfang 2017 für alle Mehrgenerationenhäuser geltenden Bundesprogramm sollen mit dem in ihnen vorgehaltenen Angebot jetzt mehr Menschen über 40 erreicht werden, ohne andere Altersgruppen zu vernachlässigen“, sagt Teamleiterin Kerstin Lorenz. Unter anderem mit den beiden genannten Veranstaltungen erfülle man in Lübz die Forderung, die richtig sei. Immer wieder von Erwachsenen gestellte Fragen sowohl nach den Lesungen als auch nach den Präsentationen im Kino könne man als Indiz für den Erfolg werten, dem wachsenden Interesse der Bevölkerung zu entsprechen. Für beide Angebote, die auch Besucher aus der Umgebung nutzten, gelte der Grundsatz „Aus der Bevölkerung für die Bevölkerung“.

Egal, ob das zusätzlich vom Lübzer Sportverein (LSV) für Senioren betreute Projekt beziehungsweise deren Singegruppe, die mittlerweile zwei Spielerrunden oder die zahllosen Kreativangebote in der Holz-, Keramik- oder Kreativwerkstatt, wo unter anderem mit Stoffen, Leder, Filz und Metallen gearbeitet wird: „Unser Kalender ist wieder knackevoll“, sagt Kerstin Lorenz und niemand, der auch nur einen kurzen Blick auf den an der Wand in ihrem Büro hängenden Jahresplaner wirft, zweifelt daran. Fest steht zum Beispiel, dass die anlässlich des zehnjährigen MGH-Jubiläums gegründete Trainingsgruppe „Flying Lights“ 2018 weitergeführt wird.

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule wird ein besonderer Schwerpunkt die Förderung von Menschen sein, die Schwierigkeiten mit dem Lesen, Schreiben und Rechnen haben. „Kein strenger Schulunterricht, sondern ein mit spielerischen Elementen versehenes Angebot“, sagt Kerstin Lorenz. Wer teilnehmen möchte, kann sich vertrauensvoll an sie unter der Telefonnummer 03 87 31 / 2 07 66 wenden.

Weitere Gründe, die für Freude sorgen: Der durch verschiedene Effekte für Entspannung sorgende Snoezele-Raum soll im Sommer fertig werden, die Stadt habe für die Einrichtung stets ein offenes Ohr und die Zusammenarbeit mit dem „Haus am Freistrom“ habe sich stark verbessert. In dem Seniorenpflegeheim öfter zu Besuch ist Alltagshelfer Jan Michaelis, der den Bewohnern zum Beispiel bei der Erledigung kleiner Aufgaben hilft.

„In unserem Haus haben wir insgesamt ein sehr gutes Team“, so Kerstin Lorenz. Leider seien viele Arbeitsverträge zeitlich befristet: „Es ist eine sehr schwierige Aufgabe, sie zu erhalten. Dafür müssen Finanzierungsmöglichkeiten gefunden werden.“

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