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Dobbertin/Schwerin : Mehr Glanz für’s Kircheninnere

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Dobbertiner Klosterkirche gehört zum Landeseigentum MV und wird in den kommenden Jahren saniert. Das Konzept wird derzeit erstellt

Ein meterhohes Gerüst ziert derzeit den Innenraum der Klosterkirche Dobbertin. Errichtet ist es an der Nordseite der Kirche im Orgelbereich; aufgebaut vor der leeren Hülle der Instrumentenkönigin. Es tut sich was im Dobbertiner Gotteshaus. „Die Pfeifen der leeren Orgel sind bereits gereinigt“, erzählt Horst Alsleben, einst war der Bauingenieur zuständig für die denkmalgerechte Sicherung, Sanierung und Restaurierung des Klosters. Noch heute – lange im Ruhestand – treibt es Horst Alsleben immer wieder nach Dobbertin. Die Geschichte der Klosteranlage und des Dorfes liegen ihm am Herzen. Deshalb forscht und schreibt der Schweriner weiterhin an seinen Dobbertiner Geschichten, auch für die Schweriner Volkszeitung. Dieses Mal trifft er sich mit Günter Mausolf und Peter Rauch von der Schweriner Firma Neumühler Bauhütte. „Wir haben die Orgelpfeifen gereinigt, geölt und poliert. Eine aufwendige Arbeit“, erzählt Maler Günter Mausolf.

Über die Dorfgrenzen hinaus ist die Doppelturmkirche bekannt. Seit genau 99 Jahren gehört die Kirche allerdings zum Landeseigentum Mecklenburg-Vorpommerns. In genau zwei Jahren, acht Monaten und 17 Tagen feiert das Dobbertiner Kloster seinen 800. Geburtstag. Dieses runde Jubiläum soll gefeiert werden. Ein Dorffest wird es geben. Die Planungen laufen schon lange auf Hochtouren, teilt Dobbertins Bürgermeister Dirk Mittelstädt mit. Auch die Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH, die das Gelände 1991 – kurz nach der Wende – übernahm, hat Ideen. Geschäftsführer Hans Hopkes freut sich auf ein besonderes Jahr 2020.

Bevor richtig losgelegt werden kann, muss noch einiges geklärt werden. Verantwortlich für die Klosterkirche ist der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL MV). „Die Klosterkirche wurde zum 1. Januar 2002 in das Sondervermögen des BBL MV übertragen“, erklärt Christian Hoffmann vom BBL auf SVZ-Nachfrage. Sicher ist, die Sanierung des Kircheninneren wird bis zur 800-Jahr-Feier nicht fertig werden. „Es ist beabsichtigt, in den kommenden Jahren an der Kirche einige substanzerhaltende Maßnahmen im Rahmen des sogenannten Bauunterhalts durchzuführen. Um den Umfang zu bestimmen, werden derzeit erste Überlegungen angestellt“, verdeutlicht Christian Hoffmann weiter.

Erste Schritte sind dennoch bereits zu erkennen. So steht nicht nur ein meterhohes Gerüst in der Klosterkirche, sondern auch einer der Kronleuchter wurde herabgelassen. Thomas Fischer, Metallrestaurator aus Mühlen Eichsen, wird die filigranen und kunstvoll geschmiedeten Eisenteile des Leuchters reinigen und zum Teil erneuern. Vor allem die Kronleuchter der Klosterkirche sind besonders. Sie waren damals nämlich zu groß und passten nicht ins Kircheninnere. „Es war ein Aha-Erlebnis, als die Leuchter dann vor gut 130 Jahren eingebaut wurden“, erzählt Horst Alsleben. Die Geschichte zu den Kronleuchtern kennt der Schweriner aus dem Eff-Eff. Erzählt wird diese in einer unserer nächsten Ausgaben – in den Dobbertiner Geschichten von Horst Alsleben.

Sabrina Panknin

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