Erweiterung in Klinik : MediClin investiert in die Zukunft

Gern demonstriert Prof. Dr. Erich Donauer die moderne Ausstattung der neuen Station. Die Technik erlaubt die lückenlose medizinische Überwachung der Patienten.
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Gern demonstriert Prof. Dr. Erich Donauer die moderne Ausstattung der neuen Station. Die Technik erlaubt die lückenlose medizinische Überwachung der Patienten.

Plauer Krankenhaus baut Klinik für Frührehabilitation Phase B aus / 52 Betten für die Behandlung von Intensivpatienten

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12. November 2014, 22:00 Uhr

Mit der Einweihung einer weiteren Station der Früh-Reha Phase B geht das MediClin Krankenhaus Plau am See seinen nächsten Schritt Richtung Zukunft. Vorbei an kaufmännischen Argumenten, die den Alltag medizinischer Einrichtungen diktieren, sei es gelungen, die Kassen davon zu überzeugen, 1,2 Mio. Euro in Umbau und Ausstattung des neuen Bereiches zu investieren, sagte Prof. Dr. Erich Donauer, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie/Stereotaxie und Frührehabilitation Phase B und Ärztlicher Direktor. Nicht der Dollar habe gewonnen, obsiegt habe die Medizin. Dabei sei eines der schlagkräftigsten Argumente gewesen, dass die Plauer Klinik über hochqualifiziertes medizinisch-therapeutisches Know-how verfügt, sagte Donauer, reichte das Lob strahlend an die fast vollständig versammelte Belegschaft weiter und verkündete offiziell, dass die Kassen der Erhöhung des jährlichen Budgets um fünf Mio. Euro zugestimmt haben.

Was bedeutet die Investition in Zahlen: Die Klinik konnte ihre Kapazitäten in der Früh-Reha Phase B um 20 Betten erweitern. Parallel wurde die bisherige Station um 4 auf 28 Betten reduziert. Zusätzliche vier Betten stehen der Abteilung auf der Intensivstation zur Verfügung. Macht insgesamt 52 Betten. „Und 48 können wir beatmen“, freut sich Prof. Donauer über den medizinischen Gewinn für die Patienten, der deutschlandweit höchstens drei, vier weiteren Kliniken zur Verfügung steht.

Die Plauer Einrichtung sieht die Zukunft in der frühen Förderung von Intensivpatienten und setzt mit der Früh-Reha Phase B seit Jahren darauf. Hier werden Patienten nach schweren Hirn- und Rückenmarksschädigungen behandelt, Intensivpatienten mit neurologischen Krankheitsbildern aber auch Tumore und Hirnblutungen mit Hilfe der zur Verfügung stehenden High-End-Medizin. „Unser Riesenvorteil ist, dass die Früh-Reha sehr nahe an den akut- und intensivmedizinischen Bereich des MediClin Krankenhauses angegliedert ist, quasi eine Einheit bildet. So ist eine rasche Versorgung auch bei eintretenden Komplikationen möglich“, so der Professor. Ziel sei dabei immer, die Patienten unter sicherer medizinischer Technik und mit dem notwendigen personellen Know-how so schnell wie möglich aus dem Status „intensiv“ zurückführen.

Mit der Auslastung kann die Klinik übrigens sehr zufrieden sein. Dem demografischen Weggang konnte man rechtzeitig begegnen, indem man mittlerweile auch Patienten aus den Räumen Hannover, Kiel und Lübeck zieht.

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