Lübz : Mecklenburg-Denkmal geschändet

So grobe Gewalt hat kaum jemand für möglich gehalten: Die zertrümmerte Wand des Mecklenburg-Denkmals in Lübz
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So grobe Gewalt hat kaum jemand für möglich gehalten: Die zertrümmerte Wand des Mecklenburg-Denkmals in Lübz

Noch unbekannte Täter haben in der Lübzer Innenstadt mit unfassbarer Gewalt eine Ziegelsteinwand zerstört. Die Verwaltung ist auf der Suche nach Zeugen.

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22. Mai 2017, 19:00 Uhr

Bisher unbekannte Täter haben am Wochenende mehrere Steine von einer Wand des Mecklenburg-Denkmals an der Stirnseite des Neuen Marktes (Wochenmarkt-Standort) abgeschlagen und sie anschließend auf ihr aufgestapelt. Die Stadt hat Anzeige wegen Sachbeschädigung mit Strafantrag gestellt.

Thomas Rosenfeldt, Leiter des Bürgeramtes, wo auch Ordnungswidrigkeiten bearbeitet werden, ist entsetzt. „Ich bin schon viele Jahre in meinem Beruf, aber das hier schlägt dem Fass den Boden aus und einem wird immer wieder bewusst: Nichts ist unmöglich“, sagt er. „Man kann nicht verstehen, auf welche Ideen manche Menschen kommen. Schon angesichts der angewendeten Gewalt ist die Tat absolut nicht nachzuvollziehen.“

Abgeschlagen wurden Steine von der blauen Wand, der sich – umgeben von geschwungenen, etwas flacheren Granitblöcken – entsprechend der Mecklenburg-Fahne parallel eine gelbe und eine rote anschließen. Betroffen ist bei erstgenannter gut die Hälfte der obersten Steinreihe. Das Trennen der mit einer harten Zementmischung verbundenen Steine erfordert sehr große Gewalt. Dies zeigte sich unter anderem an den abgeplatzten Splittern, die den Tatort umgaben. Auch Fred-Jan Salomon, Leiter des Fachbereiches Bau bei der Stadt und beim Amt Eldenburg Lübz, ist entrüstet: „Die Steine nach dem Abschlagen auch noch aufzustapeln, alles wie ein vermeintliches Kinderspiel aussehen zu lassen und sich so lustig machen zu wollen, ist unfassbar.“

Die glasierten Steine wurden extra für Lübz angefertigt. Ob sie nachbestellt werden können, ist fraglich. „Bei der Gewalt, die angewendet wurde, muss es eigentlich jemanden geben, der uns zumindest Hinweise geben kann“, sagt Rosenfeldt. „Wir sind dankbar dafür.“ Wer dabei helfen möchte, die Tat aufzuklären, kann sich unter den Telefonnummern 03 87 31 / 507 - 0 beziehungsweise 03 87 31 / 507 - 211 oder bei der Polizei melden.

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