Tierischer Rekord : „Maxima“- der Name ist Programm

Stolz auf die Milchleistung von „Maxima“: Jan und Ellen de Baat (l./r.) mit Belegschaft auf ihrem Hof in Zahren.
Stolz auf die Milchleistung von „Maxima“: Jan und Ellen de Baat (l./r.) mit Belegschaft auf ihrem Hof in Zahren.

Die schwarz-bunte holstein-friesische Rekordkuh aus Zahren hat schon mehr als 100 000 Liter Milch gegeben

svz.de von
22. September 2015, 21:00 Uhr

„Maxima“ hat einen Rekord aufgestellt: Die schwarz-bunte holstein-friesische Kuh hat in ihrem bisherigen Leben insgesamt mehr als 100 000 Liter Milch gegeben.  Über derart tüchtige    Kühe hat die SVZ in der Vergangenheit aus Lutheran oder Siggelkow berichtet. Das Besondere aber: „Maxima“ ist nicht in einem Stall eingebuchtet, sondern zählt zu der Herde von Freilandkühen, die Jan de Baat auf seinem Milchgut hält.  309 Tiere sind es dort aktuell. „Das ist eine überschaubare Größe, mit der sich gut arbeiten lässt“, verkündet der Milchbauer seine Philosophie. Die durchschnittliche Milchleistung pro Kuh liegt bei jährlich 9300 Litern.

„Maxima“ wurde im März 2003 geboren. Seitdem hat sie – außer sich melken und pflegen zu lassen und zu fressen – zehn Kälber zur Welt  gebracht: Drei  weibliche für die Milchproduktion und sieben Bullen für die Mast.  „Wir haben bei uns keine anonyme Massentierhaltung, sondern pflegen zu jeder Kuh einen besonderen Bezug“, so de Baat. Er  und seine Frau Ellen waren 1985  aus den Niederlanden  nach Deutschland gekommen. In Schleswig-Holstein übernahmen sie ihren ersten Betrieb auf Pachtbasis. Dann zog es die Landwirte nach Mecklenburg, „weil hier mehr Platz ist und die Fördermöglichkeiten besser waren.“ 1998 wurden sie in Zahren fündig und schufen dort Eigentum. Inzwischen bewirtschaften sie 350 Hek-tar. Direkt um den Hof liegen außerdem noch 150 Hektar Grünland. „Ideal, um meine Milchkühe im Freien halten zu können, ohne dass sie zwischen den Stallungen und der Weide lange Wege zurücklegen    müssen“, so der Landwirt. Auch müssten dabei keine stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen überquert werden. De Baat hat sich für diese Art der Tierhaltung und Milchproduktion entschieden, weil er auf Nachhaltigkeit setzt: „Der Wegfall der Milchquote und das Purzeln der Preise hat bei mir keine Existenzkrise ausgelöst.“

Sein Sohn hat diese Philosophie übernommen. Nathan de Baat strebt inzwischen an, Betriebswirt für Landwirtschaft zu werden und absolviert eine Weiterbildung auf einem Bauernhof in Dänemark. Tochter Merel leistet am Lübzer Eldenburg-Gymnasium ihr Freiwilliges Soziales Jahr.

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