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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

12. Dezember 2017 | 07:34 Uhr

Parchimer Airport : Masterplan für das Terminal steht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Geplantes Gebäude auf dem Parchimer Airport mit 40 000 Quadratmetern auf zwei Ebenen / Investor will in Kürze Bauvoranfrage stellen

von
erstellt am 30.Jun.2014 | 22:00 Uhr

Der Parchimer Airport soll ein neues Terminal erhalten, das das alte Gebäude um ein Vielfaches in seiner Größe übertrifft. Zwei Etagen mit jeweils 20 000 Quadratmeter Grundfläche sind vorgesehen. „Die Masterplanung ist abgeschlossen“, erklärt Werner Knan, Berater des chinesischen Flughafeninvestors Jonathan Pang. In wenigen Tagen soll laut Knan die offizielle Bauvoranfrage gestellt werden.

Die Investoren wollen das Gebäude auf einem Areal errichten, das an den neu gebauten Tower grenzt. Der Haupteingang soll vom Parkplatz vor dem alten Terminalgebäude aus entstehen. In der oberen Etage ist der Transitbereich geplant, wo die Reisenden ein- und auschecken. Verbunden werden soll der Komplex mit einem Hotel der gehobenen Klasse. Es geht um eine Kapazität von 250 Zimmern für Transitpassagiere und Leute, die auf dem Parchimer Airport-Areal zollfrei einkaufen, ist von Knan zu erfahren. Der Hotelkomplex, der mit viel Grün geplant wird, soll sich nach den aktuellen Planungen gegenüber vom jetzigen Terminalgebäude befinden, ohne dass Parkplätze verloren gehen. Die chinesischen Investoren setzen bei der Entwicklung des Airports auf Gäste aus Fernost. Knan verweist auf aktuellen Zahlen, wonach im Vorjahr 160 Millionen Chinesen nach Europa reisten. Der chinesische Tourismusverband gehe davon aus, dass die Zahl bis zum Jahr 2015 auf rund 200 Millionen steigt. Ziel der Flughafenbetreiber sei es, einen Teil davon über Parchim ein- und auszufliegen.

Knan spricht von einem aggressiven Zeitplan beim Flughafenausbau, ohne konkrete Termine zu nennen. Zum Investitionsvorhaben zählt die Sanierung der Start- und Landebahn und ihre Aufrüstung auf höchste internationale Standards. Wann dieses Riesenbauprojekt genau startet, ist noch offen. Denn derzeit stehen zwei alternative Pläne zur Entscheidung. Die Flughafenbetreiber hofften im Zusammenhang mit der Investition bislang auf die Verlegung der Landesstraße, wie sie auch in einem Bebauungsplan der Stadt enthalten ist. Zwischenzeitlich gibt es den Alternativvorschlag, weiter in die andere Richtung, sprich nach Spornitz, zu bauen. „Das wären für uns extreme Mehrkosten“, sagt Knan. „Wir würden den Kompromiss eingehen“, betont er aber. „Wir müssen investieren aus Gründen der Sicherheit.“ Noch gebe es einen Puffer beim Bau der Landebahn, erfuhr SVZ, da die Investoren das neue Terminal für die Abfertigung der Flugpassagiere aus Fernost benötigen. Das soll vor dem geplanten Hotel- und Konferenzzentrum fertig sein. Mit vielen Behörden habe es erste Gespräche gegeben, so mit Zoll, Bundespolizei, Landespolizei, sagt Knan. Alle Behörden seien extrem kooperativ. Man versuche, sie von Anfang an mit ins Boot zu holen, um die Anforderungen in der Planungsphase umzusetzen. Auch vom Landkreis gebe es tolle Unterstützung.

Knan erklärte ausdrücklich, dass der Parchimer Airport nicht in Konkurrenz zu Hamburg oder Berlin treten werde. „Wir organsieren keine Charterflüge nach Mallorca.“

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