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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. September 2017 | 09:01 Uhr

Auf die Raupen… : Luftkampf gegen den Schädling

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Massive Sprühaktion des Landkreises gegen den Eichenprozessionsspinner lief seit gestern Montag

von
erstellt am 20.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Kurz nach 9 Uhr war es gestern soweit: Kein Regen, kaum Wind und auch keine Nachricht von den Schweriner Gerichten. Und so konnte der Landkreis in Gestalt der Fachdienstleiterin Dr. Ute Greitens Grünes Licht für die beiden startbereiten Hubschrauber geben. Die groß angelegte Sprühaktion gegen den Schädling Eichenprozessionsspinner hat begonnen. Das klappte zunächst aber nur im Ludwigsluster Bereich relativ reibungslos. Nahe Boizenburg, bei Neu Gülze war ein zweiter Stützpunkt eingerichtet worden, zwang der Regen frühzeitig zum Abbruch. Der zweite Helikopter wurde daher in die Nähe von Heidhof verlegt und startete von dort aus zu seinen Einsätzen. Insofern musste der ursprüngliche Plan schon wieder geändert werden. An der Dimension der Aufgabe ändert das nichts.

Nach derzeitigem Stand geht es um 1500 Hektar, die im gesamten Landkreis abgeflogen und besprüht werden sollen. Mit den zwei Helikoptern, die von Ludwigslust und Neu Gülze aus starten, soll das bei gutem Wetter vermutlich bis Donnerstag oder vielleicht Freitag abgeschlossen sein. Das ist zumindest der Plan. Und es sind 900 Hektar weniger als im Vorjahr. Damit sinken auch die Kosten, die allein für die Befliegung bei mehr als 500 000 Euro liegen werden.

Die Sprühaktion gegen den Schädling Eichenprozessionsspinner ist keine alleinige Aktion des Landkreises. Vielmehr kommen die eigentlichen Aufträge von den zuständigen Ordnungsämtern der Gemeinden, Ämter und Städte. Der Landkreis führt meist nur aus, da einzelne Kommunen mit dieser Aufgabe überfordert wären. Der Landkreis nutzt natürlich die Möglichkeit, auch entlang von Kreisstraßen zu sprühen. Die Kosten für die Bekämpfungsaktion werden zwischen den Auftraggebern geteilt.

Pro Flug können die wendigen Maschinen mit dem Namen „Eichhörnchen“ 650 Liter Sprühflüssigkeit mitnehmen. Die unter dem Rumpf montierte Sprühanlage hat eine effektive Reichweite von 30 Metern und sorgt durch die Verwirbelungen per Rotor und an den Seiten für eine gute Ausbreitung des Mittels. Gesprüht wird das in der Öffentlichkeit schon oft diskutierte „Foray S“, ein Biozid, das bereits nach 15 Minuten antrocknet und dann seine Wirkung entfalten kann.

Daher werden auch die entsprechenden Straßenabschnitte unmittelbar vor der Besprühung durch Polizei und Ordnungsämter gesperrt. Danach sollte man die betroffenen Flächen 12 Stunden möglichst nicht betreten.

Tierhalter sollen in diesen Tagen rechtzeitig informiert werden, die Imker sind beispielsweise schon entsprechend gewarnt worden. Mit der Sprühaktion aus der Luft ist der Einsatz gegen den Schädling keineswegs beendet, da in Ortschaften nicht aus der Luft gesprüht wird. Wer also Bedarf innerhalb einer Ortschaft hat, muss das mit dem zuständigen Ordnungsamt klären. Als Koordinierungsstelle hilft hier auch der Landkreis weiter.

Dazu ist die Kreisverwaltung zu den allgemeinen Dienstzeiten telefonisch unter der Service-Nummer 03874 624-2399 zu erreichen. Informationen gibt es auch über die einheitliche Behördennummer 115, die bereits rege genutzt wurde.



 

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