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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. November 2017 | 17:57 Uhr

Wirtschaft in MV : Lübzer erneuern Pariser Luxus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Maler Grosser GmbH zentral an insgesamt 30 Millionen Euro teurer Sanierung des Luxushotels „Concorde Opéra“ beteiligt / Bald „Hilton“

svz.de von
erstellt am 20.Okt.2014 | 21:00 Uhr

Kaum zu glauben, aber wahr: Der Verkauf sämtlicher Edelhotelketten wie zum Beispiel Shariton, Hilton oder Westinn an die Gladstone-Gruppe – größte Immobilienfirma der Welt – wirkt sich bis nach Lübz aus. Ein konkretes Beispiel ist die hier ansässige Maler Grosser GmbH, die seit Juni bis Jahresende zusammen mit anderen Unternehmen aus ganz Europa die Edelherberge „Concorde Opéra“ in Paris saniert. Das Gebäude, wie der Eiffelturm zur Weltausstellung 1889 als ausgemauerte Stahlnietenkonstruktion errichtet, wird nach der Komplett-Überholung ein Hilton-Hotel.

Wie kommt ein Unternehmen aus der tiefsten Provinz an solch einen Auftrag? „Wir haben mit dem auch jetzt eingesetzten Generalauftragunternehmer schon öfter zusammengearbeitet“, sagt Diethard Grosser, mit Mario Jonca Inhaber der Lübzer Gesellschaft. Sie saniere seit vielen Jahren Hotels, was unter anderem schon in Amsterdam, Stockholm, Brüssel und allein in Paris vier Mal geschah. Im aktuellen Fall habe sogar der Chef von Gladstone selbst beschlossen, dass Firma Grosser anrücken soll: „Natürlich sind wir sehr stolz darauf, diesen Auftrag bekommen zu haben. Allerdings benötigen wir solche Arbeiten wegen der Betriebsgröße aber auch. Kleine aus der Region allein würden nicht ausreichen. Wichtig zu betonen ist mir jedoch, dass wir uns über jeden freuen. Aus Zeitgründen mag es nicht immer möglich sein, alles anzunehmen, doch das soll die Ausnahme sein.“ Unabhängig vom Umfang setzten alle Kundenwünsche sehr gut ausgebildete Fachkräfte um. Nur durch sie sei es gelungen, den über die Region hinaus sehr guten Ruf der Firma zu erarbeiten. Aktiv ist sie zum Beispiel auch am Pfarrhaus neben der Stadtkirche und dem denkmalgeschützten Geschäftshaus in der Mühlenstraße/Ecke Stiftsweg.

Das nur rund 15 Minuten Fußweg von der Prachtstraße Champs Elysées entfernt gelegene Hotel in Paris war dort das erste mit einem Bad in jedem Zimmer. „Allerdings wurde an ihm bestimmt 30 Jahre lang nichts grundlegend getan“, sagt Grosser. „So gut wie alle durch die Gladstone-Gruppe übernommenen Häuser befand sich auch dieses trotz eines Durchschnittspreises von rund 750 Euro pro Zimmer und Nacht in einem relativ abgewirtschafteten Zustand.“ Nach der Investition von insgesamt rund 30 Millionen Euro wird das Hotel wieder verkauft und unter dem Namen Hilton weitergeführt – mit höheren Zimmerpreisen. Das teuerste kostet schon jetzt 1300 Euro. Firma Grosser kümmert sich bei einer Grundfläche von rund 1600 Quadratmetern auf zwei Etagen um den öffentlichen Bereich mit Lobby, Bars sowie Konferenz- und Frühstücksräumen.

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