Große Feier : Lübz zum 25. Mal in Beststimmung

Insgesamt kamen wieder mehrere tausend Besucher zum Turmfest.  Fotos: Ilja Baatz
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Insgesamt kamen wieder mehrere tausend Besucher zum Turmfest. Fotos: Ilja Baatz

Jubiläums-Turmfest am Wochenende erneut Ziel von tausenden Besuchern. Jubel bei mehreren musikalischen Höhepunkten

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28. August 2016, 21:00 Uhr

Der Amtsturm – über ihre Grenzen hinaus Wahrzeichen der Stadt. Seiner Bedeutung entsprechend ist er zentraler Bestandteil im Emblem des sogar außerhalb der Landesgrenzen bekanntesten hiesigen Unternehmens, der Mecklenburgischen Brauerei Lübz. Um das Leben vor Ort attraktiver zu machen, entschied sie sich dazu, 1991 zum ersten Mal das Turmfest stattfinden zu lassen (zwischendurch zweimal auf ihrem Betriebsgelände), womit die diesjährige Veranstaltung als Jubiläum gefeiert wurde. Die Brauerei, von einigen Unternehmen unterstützt, tritt nach wie vor als Hauptsponsor auf, ohne den es nicht möglich wäre, Lübz jedes Jahr in eine große Festmeile zu verwandeln, auf der der Spaß für jedes Alter ganz oben steht. Am Wochenende gesellte sich zum ersten Mal als großer Höhepunkt das Landesschützenfest hinzu (siehe Seite 8). Wie viele Besucher letztlich wirklich kamen, lässt sich schwer sagen (erwartet wurden insgesamt rund 20 000), aber fest steht: Besonders Samstagabend und in der folgenden Nacht war es schwer, auf dem Marktplatz sowie im Stadtpark zügig voran zu kommen, und wer sich etwas zu trinken und essen holen wollte, brauchte zeitweise Geduld: Vor vielen Ständen bildeten sich lange Schlangen.

Neben Auftritten von „Bad Penny“, „ABBA da Capo“ und dem „Duo Rosenherz“ fand das Fest seinen musikalischen Höhepunkt darin, dass Frida Gold als Stargast die Bühne betrat und von Zuschauern jeden Alters bejubelt wurde. Für Brauerei-Geschäftsführer Willi Horn und Bürgermeisterin Gudrun Stein ist der kulturelle Höhepunkt – für seinen Erfolg hätte das Wetter in diesem Jahr durchweg nicht besser sein können – „ein besonderes Fest für eine besondere Region“. Mit seiner Ausrichtung danke das Unternehmen seinen Mitarbeitern und bringe seine Verbundenheit mit der Region sowie dem Land zum Ausdruck. Beim traditionellen Fassbieranstich bekam Horn nur in der ersten Sekunde einen Spritzer ab. Der eigentliche Schlag mit dem Holzhammer auf den Zapfhahn saß und seine die gefüllten Gläser verteilende Unterstützerin Gudrun Stein konnte mit dem Nachreichen der großen Gläser kaum nachkommen.

Es gab eine Neuerung: Wer tagsüber oder abends ein Bier kaufte, bekam dies im Gegensatz zu vergangenen Jahren in einem Kunststoffbecher, für den bei der Rückgabe Pfand gezahlt wurde. So war gesichert, dass keine Müllwüsten entstehen und man wollte die Menge an Schnittverletzungen reduzieren. „Dies war deutlich zu merken“, sagte Torsten Weltscheck, Einsatzleiter des DRK-Betreuungs- und Sanitätszuges Parchim, der am Sonnabend mit zehn Sanitätern und Rettungsassistenten sowie zwei Krankentransportfahrzeugen vor Ort war, wodurch die Veranstaltung medizinisch abgesichert war. Es sei ein sehr ruhiger Dienst gewesen, bei dem auch Probleme durch Alkohol so gut wie keine Rolle gespielt hätten. Übrigens: Alle Helfer waren auch in Lübz ehrenamtlich im Einsatz.

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