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Sanierung der Plauer Chaussee : Lübz wird zur Großbaustelle

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Millioneninvestition in Lübz: Gestern haben die Bauarbeiten an der Plauer Chaussee begonnen. Von der B 191 bis Höhe Schützenhaus wird die Straße wohl bis in den Herbst hinein für rund eine Million Euro saniert.

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erstellt am 02.Jul.2013 | 08:51 Uhr

Lübz | Millioneninvestition in Lübz: Gestern haben die Bauarbeiten an der Plauer Chaussee begonnen. Die Straße ist eine der am stärksten befahrenen in der Eldestadt. Von der B 191 bis Höhe Schützenhaus wird die Straße wohl bis in den Herbst hinein für rund eine Million Euro saniert. Im ersten Bauabschnitt werden die an der Kreuzung Blücher- und Jahnstraße bereits verlegten Regen- und Schmutzwasserleitungen miteinander verbunden. Dadurch werden die beiden Straßen vorübergehend zu Sackgassen - für mindestens drei Wochen, schätzt Fred-Jan Salomon, Leiter des Fachbereiches Bau bei der Stadt und beim Amt Eldenburg Lübz. "Anschließend wird die Chaussee von diesem Knotenpunkt aus bis zur Kreuzung am ehemaligen Kino voll gesperrt und die Ferdinand-von-Schill-Straße bis auf Weiteres zur Sackgasse", erklärt Salomon das weitere Vorhaben im zweiten Bauabschnitt. Wer dann von der Aral-Tankstelle an der B 191 aus einbiegt, kommt nur noch bis zur Blücherstraße. Dann müssen die Autofahrer der Umleitungsbeschilderung folgen. Diese führt über den Bobziner Weg und die Scharnhorststraße in Richtung Kino. Aus Richtung Kreien kommend werden die Fahrer über die Schützen- und Jahnstraße umgeleitet.

Im dritten und letzten Bauteil wird der rund 250 Meter lange Abschnitt von der Aral-Tankstelle bis zur Kreuzung Blücher- und Jahnstraße wieder hergestellt. In dieser Zeit wird der Verkehr per Ampelregelung halbseitig an der Baustelle vorbeigeführt. "Man könnte dies auf der gesamten Länge tun und so die Vollsperrung vermeiden, aber dann würden die Arbeiten deutlich länger dauern und auch sehr viel teurer werden", so Salomon. "Weil wir sparen müssen und wollen, nutzen wir die Umfahrungsmöglichkeit. Außerdem muss die Belastung nicht länger vorhanden sein als notwendig." In einigen Straßen rechnet Salomon in der Bauzeit durch die Umleitungen mit höherer Belastung, nicht jedoch damit, dass die Stadt - wie von einigen Geschäftsleuten befürchtet - ausstirbt: "Auch im Zentrum werden eher mehr Autos fahren." Der überörtliche Verkehr auf der Achse Lübz-Kreien-Ganzlin hingegen werde großräumig über Plau am See abgeleitet. Insbesondere dem Schwerlastverkehr ist es während der Bauzeit zwingend vorgeschrieben, die ausgeschilderten, über Hauptstraßen führenden Strecken zu benutzen. Darauf hinweisende Tafeln werden bei Aral, in Plau und Ganzlin aufgestellt. "Schon wegen der Nadelöhre Schleuse und Mühlenbrücke mit ihrer geringeren Breite sowie der S-Kurve am Hotel Stadtturm können wir nicht alles durch Lübz leiten", erläutert Salomon. "Mit der Polizei ist abgesprochen, dass die Einhaltung überprüft wird. Wer sich nicht daran hält und zum Beispiel keinen direkten Lieferauftrag in der Stadt hat, kassiert eine Strafe."

Die Plauer Chaussee wurde in den vergangenen Jahren von der Innenstadt aus gesehen schon bis auf Höhe Schützenhaus saniert. Die Arbeiten am restlichen, rund 600 Meter langen Abschnitt kosten ungefähr eine Million Euro. Träger der Maßnahme ist das Straßenbauamt Schwerin, weil es sich um eine Landesstraße handelt (L 17). Das Straßenbauamt, die Stadt Lübz und der hiesige Eigenbetrieb Abwasser haben die Sanierung über mehrere Jahre hinweg von Anfang an gemeinsam vorbereitet. "So wird auf den ersten Blick zwar mehr Geld ausgegeben, als wenn das Straßenbauamt allein für eine glatte Fläche zum Fahren gesorgt hätte, aber richtig ist, dass wir durch die Koordination viel sparen", sagt Salomon. "Nur einmal angenommen, wir hätten die Straße wieder aufreißen müssen, weil irgendetwas Altes, was im Boden geblieben war, endgültig den Geist aufgegeben hat, wären wir verpflichtet gewesen, alles wieder herzustellen, wie es zum Schluss war - das kann ich niemandem als sinnvoll erklären." Schlecht ist nämlich nicht nur die Straßenoberfläche, sondern zum Beispiel auch der Zustand des Leitungssystems. In großen Abschnitten gibt es gar keine Regenentwässerung (unter anderem beim Sportplatz), teilweise liegt die schon bestehende zwar unterm Gehweg, ist aber alt und zum großen Teil nicht mehr funktionstüchtig. "Davon ist nichts mehr zu gebrauchen, alles muss neu", so der Baufachmann. Bei den Regenwasserleitungen gibt es zum Beispiel noch keine Verbindung von der Kreuzung Jahn-/Blücherstraße bis zur Tankstelle. Sie werde gebaut, was Salomon zufolge beim Schmutzwasser nicht erforderlich sei, weil das jenseits der B191 liegende Wohngebiet ("Alaska") in anderer Richtung angeschlossen sei. Neben den Kanälen wird auch der Bau des kombinierten Geh-/Radweges auf der gesamten Länge erfolgen und es gibt eine neue Straßenbeleuchtung. Alle an der Maßnahme beteiligten Partner haben eine so genannte "Kostenteilungs-Vereinbarung" geschlossen. Sie beinhaltet, dass das Straßenbauamt gut 80 Prozent der investierten Summe trägt, auf Stadt und Eigenbetrieb Abwasser entfallen jeweils rund zehn Prozent.

In der kommenden Woche lädt die Stadt alle durch die Sanierung betroffenen Grundstückseigentümer zu einer Informationsveranstaltung ein, bei der unter anderem die Erreichbarkeit der Grundstücke und die Müllentsorgung besprochen wird. Der genaue Termin wird noch mitgeteilt.

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