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Bundesweiter Wettbewerb "Mission Olympic" : Lübz’ sportliches Engagement geehrt

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Lübz zeigt Stärke: Für ihr „herausragendes sportliches Engagement“ hat die Jury von „Mission Olympic“ die Stadt in die zweite Phase des bundesweiten Wettbewerbes gewählt. Dafür gab es gestern eine Urkunde.

svz.de von
erstellt am 31.Aug.2012 | 10:47 Uhr

lübz | Für ihr "herausragendes sportliches Engagement" hat die Jury von "Mission Olympic" - ein bundesweiter Wettbewerb von Deutschen Olympischen Sportbund und Coca Cola - die Stadt Lübz in die zweite Phase gewählt. Anlässlich dieses Etappenerfolges bekam Bürgermeisterin Gudrun Stein gestern eine Urkunde überreicht.

Zusammen mit 22 weiteren Kandidatenstädten aus elf Bundesländern kämpft Lübz um den Titel "Deutschlands aktivste Stadt 2013" und steht nun vor der Aufgabe, bis zum 30. September möglichst viele sportliche Initiativen zum Mitmachen auf den Weg zu bringen, die helfen, den Sieg zu erringen. Dabei geht es um sportliche Gruppen, Teams und Treffs, die sich für einen aktiven Lebensstil der Einwohner engagieren. Lübz gehört zur Kategorie 1(kleine Städte und Gemeinden mit bis zu 25 000 Einwohnern), in der sich der Sieger über ein Preisgeld von 20 000 Euro für die Sportförderung freuen kann. Der Zweitplatzierte erhält immerhin noch 6000 Euro. Alle teilnehmenden Initiativen haben daraüber hinaus noch die Möglichkeit, für sich allein gesehen "Initiative des Monats" zu werden, die 500 Euro bekommt.

"Die Kategorie der kleineren Städte und Gemeinden ist hart umkämpft. Unsere Erfahrung ist, dass sie in der Regel eher zu sensibilisieren sind als die größeren. Überraschen lasse ich mich gern", sagt Ulrike Meier (r.), Leitung Kommunikation/PR der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG. Sehr positiv an Lübz aufgefallen seien zum Beispiel die intensiven Bemühungen, Menschen mit Handicap einzubeziehen. Gudrun Stein stimmte dem als großen Vorteil genannten Argument hinsichtlich kürzerer Kommunikationswege in kleineren Orten zu: "Multiplikatoren erreiche ich hier eher. Die Frage ist nur, ob sie sich im nächsten Schritt auch zu aktiver Teilhabe mitreißen lassen."

Mit knapp 800 Mitgliedern gehört der Lübzer Sportverein (LSV) zu den größten Verbindungen seiner Art in unserer Region. Er pflegt auch viele Kontakte ins Umfeld der Stadt. Zwischen ihr und dem Verein gebe es schon lange einen festen Schulterschluss, so die Bürgermeisterin.

"Die Schulen etwa haben schon signalisiert, dass sie dabei sind, die Aktion zu unterstützen, etwa in Form eines Sponsorenlaufs", sagt Uwe Ohlrich, Sportlehrer beim LSV. Neben ihm kamen gestern auch Vereinsvorsitzender Michael Reinsch und Vorstandsmitglied Astrid Becker. Darüber hinaus organisiere das Mehrgenerationenhaus regelmäßig ein Schulferienprogramm und zur Einweihung der neuen Brücken im Naherholungsgebiet Neuer Teich könnte man zum Beispiel einen Geländelauf stattfinden lassen. Die Walking-Frauen des LSV trainierten öfter auch dort. Gudrun Stein habe schon öfter festgestellt, dass die Meinung vorherrscht, viel Neues erbringen zu müssen, was sich vielfach als gar nicht notwendig herausstelle: "Auch bei der jüngsten Stadtvertretersitzung haben wir uns mit dem Thema beschäftigt. Dabei tauchten Initiativen auf, die wir so gar nicht kannten. Der Wille für die nächste Runde ist da!"

Der Städtewettbewerb "Mission Olympic" wurde 2007 zum ersten Mal gestartet, seit vergangenem Jahr können sich auch kleinere Gemeinden beteiligen. Die Teilnahme beschränkt sich nicht nur auf Vereine oder andere größere Vereinigungen, sondern es ist zum Beispiel auch das ehrenamtliche Engagement aktiver Bürgerinnen und Bürger einbezogen. Bewertungskriterien sind die Infrastruktur hinsichtlich Sport und Bewegung und die diese Aktivitäten ansprechenden Projekte (machen jeweils 40 beziehungsweise 60 Prozent aus). Je mehr Menschen die Angebote nutzen, desto größer ist die Chance der Stadt, als Sieger aus dem Wettbewerb hervorzugehen.

Zur über die Bewerbungen entscheidenden, zehnköpfigen Jury gehören Vertreter aus Politik, Sport, Wissenschaft, Medien und Wirtschaft. Sie wählen aus jeder der drei Größenkategorien im November jeweils zwei Finalstädte aus. Alle sechs organisieren als Finale im Sommer nächsten Jahres ein großes Sportfest.

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