zur Navigation springen

Interesse an Lübz ungebrochen hoch : Lübz hat treue Fans in ganz Europa

vom

Saisonauswertung für 2012: Der Verein Lübzer Land e. V. zeigt sich auch mit der diesjährigen Saison zufrieden. Bei den Museumsführern wird dringend Schüler-Nachwuchs gesucht.

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2012 | 11:01 Uhr

lübz | "Das Interesse war durchweg groß. Wir haben offensichtlich den Nerv getroffen." Bei der Saisonauswertung für 2012 zeigte sich Stefanie Becker, Geschäftsführerin des mittlerweile fünfjährigen Vereins Lübzer Land e. V., zufrieden. Er kümmert sich neben der Stadtinformation und dem Museum auch noch um den Wasserturm, die Mühle im Sparkassengebäude sowie das Planetarium und organisiert kulturelle Veranstaltungen. In positiver Hinsicht besonders überrascht zeigte sich der Verein zum Beispiel im April über den Erfolg des Vortrages von Liane Wellenbrock über ihren Einsatz in der Mongolei im Rahmen der Aktion "Zahnärzte ohne Grenzen" - der Bürgersaal war voll besetzt. Viele Interessierte zog außerdem der Vortrag "Sternbilder und ihre Sagen" zum Internationalen Tag der Astronomie am 24. März im Planetarium an. Zusätzlich bereichern wechselnde Ausstellungen im neuen Rathausanbau das Angebot. Ab März waren dort Bilder von Oskar Seese zu sehen, jetzt hängen auf den Fluren detailreiche Fotos von der Broocker Kirche, die Laien aufgenommen haben.

Verlängerte Öffnungszeiten ab Mai kennzeichnen den Saisonstart im touristischen Bereich. Einige Erkenntnisse in diesem Jahr: Die Ankünfte von Gästen mit Bus und Bahn und der Verkauf von Postkarten sind gestiegen. "Es wird wieder mehr geschrieben", sagt Mitarbeiterin Kerstin Rutz. Als sehr beliebt erweisen sich zudem die immer neuen Rad- und Wanderkarten und die speziell auf Lübz zugeschnittenen Souvenirs wie Biertulpen und -seidel. Darüber hinaus lässt sich über "Die alte Herzogin" nicht nur im Museum viel erfahren, sondern auch in einem entsprechenden, in der Stadtinfo angebotenen Buch nachlesen.

"Niederländer und Dänen zum Beispiel sowie Besucher aus ganz Deutschland kommen je nach den Ferienzeiten schon seit langem zahlreich. In diesem Jahr waren es auffällig viele Schweizer", so Museumsmitarbeiterin Ilona Paschke. "Zahlreiche Gäste kommen zum wiederholten Mal, was zum Beispiel beim Verkauf von Karten für Angler, Konzerte in der Stadtkirche und im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern - etwa im Wangeliner Garten - zu merken ist."

Auch das 1976 eröffnete Museum, dessen Gründer Gerhard Brockmann am 27. April 90 Jahre alt wurde, besuchen viele mehrfach, häufig auf Empfehlung. Oft zeigen Einheimische ihrem Besuch voller Stolz die Einrichtung. Als erfolgreich bezeichnet der Verein die Zusammenarbeit mit den Lübzer Schulen. Der Einsatz von Schülern ermöglicht, Öffnungszeiten zu verlängern, Führungen anzubieten und die Besetzung des Wasserturms zu gewährleisten. Allerdings wird bei den Museumsführern dringend Nachwuchs gesucht. Interessierte Schüler ab der achten Klassenstufe können sich unter der Rufnummer 03 87 31/ 507 430 im Stadtmuseum Amtsturm melden.

Im Wasserturm gab es zwar weniger Besucher als sonst, aber insgesamt sind die Zahlen beständig gut. Schon jetzt liegen sie bei rund 2000. Nach einem - so Stefanie Becker - "etwas zähflüssigen Start" verbesserte sich die Lage ab Beginn der Sommerferien deutlich. Mit Katrin Meyn gibt es bei dem Verein in diesem Jahr zum ersten Mal eine Auszubildende zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit.

Der Fundus des Museums besteht aus gut 4000 Stücken. Der Hauptteil sind Schenkungen. Mittlerweile sei es in der Regel so, dass alte Dinge nicht einfach in den Müll wandern, sondern erst im Museum nachgefragt wird, ob Interesse an ihnen besteht. "Obwohl man denkt, dass es eigentlich gar nichts Neues mehr geben kann, kommt immer wieder etwas hinzu, was wir noch nicht haben. Jedes Stück bereichert den Fundus", sagt Ilona Paschke. In diesem Jahr waren es unter anderem eine Ofenkrone aus der Zeit um 1900, eine silbrig glänzende, der Lübzer Liedertafel "Frohsinn" gewidmete Schale und eine Schreibfederablage. Die 2009 eingerichtete Sonderausstellung "Bei Konsum und HO" bleibt wegen ihres ungebrochenen Erfolges vorerst weiter aufgebaut.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen