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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. November 2017 | 22:28 Uhr

Denkmal gesetzt : „Loreley“ ankert im Heimatmuseum

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Plauer Museumsfreunde tauften gestern das Modell des Motor-Salonschiffes. Die Sparkasse sponserte den detailgetreuen Nachbau, dem schon bald zwei weitere Modell aus dem Haus der BQG „Neptun“ in Rostock folgen sollen.

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erstellt am 28.Okt.2014 | 22:00 Uhr

In Natura war sie 20,26 Meter lang und 4,30 Meter breit. Im Plauer Heimatmuseum passt das Motor-Salonschiff „Loreley“ seit gestern in eine Glasvitrine. Natürlich nicht das Original. Das hatte seine Jungfernfahrt am 15. Mai 1929 (Pfingsten) auf dem Plauer See und war bis zum 31. Dezember 1978 das Symbol jahrzehntelangen Personennahverkehrs auf den oberen Seen und Aushängeschild moderner Fahrgastschifffahrt schlechthin. Weil es zu „Lebzeiten“ schon Liebling vieler Plauer, mehr noch Wahrzeichen des Luftkurortes war, hatten die Technik interessierten Mitglieder des Plauer Heimatvereins alles daran gesetzt, ihr ein Denkmal in Form eines detailgetreuen Nachbaus zu setzen. Seit gestern steht es. Unter Glas. In jenem Teil der in diesem Jahr erweiterten Ausstellung im Plauer Burgmuseum, die sich der wirklich imposanten Geschichte der Schifffahrt auf dem Plauer See widmet.

Vier Tage vor Saisonende des Museums feierten die Museumsfreunde die Aufstellung der „Loreley“ als Modell mit einer kleinen Schiffstaufe. „Wir freuen uns und sind sehr stolz, das Modell von nun an in unserer Ausstellung präsentieren zu können“, sagte Bernd von Müller, Mitglied bei den Plauer Museumsfreunden, vor zahlreichen Gästen gerührt. Wieder sei es ein Meisterstück der Modellbauer von der BQG „Neptun“ in Rostock, die schon bei anderen Ausstellungsstücken des Museums, wie etwa den Flugzeugen, Pate standen. „Diese Detailtreue“, schwärmte von Müller, „zeugt nicht nur von viel Freude an der Ausführung, sondern auch von ganz viel Herzblut für die alte Technik.“

Dass die Rostocker, die den Auftrag zum Bau des Loreley-Modells sehr gern als eine neue Herausforderung angenommen hatten – wie Geschäftsführer Werner Fuchs sagte und sich für die schon jahrelange Zusammenarbeit zwischen der BQS Rostock und dem Heimatverein Plau bedankte – diese Detailtreue überhaupt an den Tag legen konnten, ist Heidemarie Ruchhöft zu verdanken. Die Plauerin ist die Enkeltochter des Eigners Johannes Möller und hatte den Männern von der „Neptun“ alte Pläne, Zeichnungen und Unterlagen zur Verfügung gestellt. „Das war für mich überhaupt keine Frage. Denn natürlich freue ich mich, dass die Loreley jetzt als Modell hier im Museum zu sehen ist“, sagte sie und erzählte, dass sie schon von Kindesbeinen an oft und gern mit ihrem Opa mitgefahren sei. „Und wenn es an Tagen wie heute sehr neblig war, durfte ich sogar an meinen Lieblingsplatz, ganz nach ganz vorn im Bug. Dort war der Ausguck. Ohne den ging gar nichts.“

Momentan liegt das Modell der Loreley, die auf dem See schon vor Jahren eine Nachfolgerin bekommen hat, die den Namen weiterträgt, im Museum allein. Aber die Museumsfreunde haben längst schon nächste Pläne. Auch der Dampfer „Anna“ soll als Modell schon bald im Burgmuseum gezeigt werden, kündigte Dieter Froh an. „Und auch der Plauer Angelkahn soll möglichst bald einen Nachbau erhalten.“ Der originale in Holz, nicht die moderne Version in Kunststoff. Drei seien noch heute auf dem See unterwegs. Froh: „Und ich kann mich noch gut daran erinnern, als zwischen Brücke und Schleuse alles voller Kähne lag.“

Finanziell hatte den Nachbau der „Loreley“ übrigens die Sparkasse mit ihrer Geschäftsstelle in Plau möglich gemacht.

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