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24. September 2017 | 19:41 Uhr

Goldberg : Lkw-Lärm: Schnelle Lösung gefordert

vom

Noch immer beschäftigt die Goldberger ein Thema: Das Verkehrsaufkommen in der Lange Straße. So auch bei der Einwohnerfragestunde bei der jüngsten Stadtvertretersitzung am Donnerstag in Goldberg.

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erstellt am 21.Jun.2013 | 07:21 Uhr

Goldberg | Noch immer beschäftigt die Goldberger ein Thema: Das Verkehrsaufkommen in der Lange Straße. So auch bei der jüngsten Stadtvertretersitzung am Donnerstagabend in Goldberg. Während der Einwohnerfragestunde haben sich zwei Einwohner an Bürgermeister Peer Grützmacher gewandt, nachdem in der vergangenen Woche Infrastrukturminister Volker Schlotmann bekannt gegeben hatte, dass Goldberg auf der Prioritätenliste für eine Ortsumgehung stünde (wir berichteten).

Gerhard Stromberg, Einwohner der Stadt und Vorsitzender des Vereins Goldbergkunst sowie Axel Grube, Besitzer eines Hauses in der Lange Straße äußerten ihren Unmut zur derzeitigen Situation. "Ich bin seit einem Dreivierteljahr Besitzer eines Hauses dort. Bei Außenarbeiten an meinem Haus habe ich nicht nur einmal das Gefühl gehabt, dass mich ein Lkw überrollt. Die Verkehrszählung von 2010 hat aufgezeigt, dass jede Woche 2000 Lkw die Lange Straße in eine Richtung passieren. Wie ist es da um die Sicherheit der Leute bestellt", stellt Axel Grube die Frage. Für den Einwohner müsse schnellstmöglich etwas passieren, denn vor allem an der Ecke Lange Straße-Am Wall könne schnell etwas Schlimmes geschehen. "Wenn sich zwei 40-Tonner dort gegenüber stehen, geht da nichts mehr. Muss denn erst jemandem etwas zustoßen, damit gehandelt wird?" Eine 30er-Zone sei für Axel Grube zunächst einmal eine Alternative, die kurzfristig umgesetzt werden könne, bevor es zu einer Ortsumgehung komme.

Bürgermeister Peer Grützmacher stimmt Axel Grube am Donnerstagabend zu. "Ich kann da nur zustimmen. Eine Tempo 30-Zone ist meines Erachtens im Stadtentwicklungskonzept berücksichtigt worden", erklärt das Stadtoberhaupt. Doch für eine Bundesstraße, wie es die Lange Straße ist, sei es nicht so einfach eine 30er Zone einzurichten, weist auch Marko Kinski, Leitender Verwaltungsbeamte im Amt Goldberg-Mildenitz, hin. Nicht nur Einwohner haben bei dieser Stadtvertretersitzung dieses Thema angesprochen, sondern auch Stadtvertreter Dieter Langer, der selbst Anwohner der B192 ist. "Meines Erachtens ist eine Tempo-30-Zone keine dauerhafte Lösung. Doch für eine Ortsumgehung muss sich die Stadt mehr anstrengen. Doch diese Bemühungen sehe ich nicht und das ärgert mich", verdeutlicht Dieter Langer seinen Unmut. Dieter Langer wunderte vor allem eines an diesem Abend: "Vor einigen Monaten haben Sie noch behauptet, Herr Grützmacher, dass eine Umgehungsstraße für Sie keine Lösung sei. Ich freue mich natürlich jetzt über Ihren Sinneswandel." Diese Vorwürfe, er sei nie für eine Umgehungsstraße gewesen, weist Peer Grützmacher zurück. Mit Blick auf eine schnell bzw. mittelfristige Lösung sagte Marko Kinski an diesem Abend: "Wir sind seit einigen Monaten mit der Straßenverkehrsbehörde dabei, das Thema wieder aufzunehmen. Es ist erschreckend, wie viele Lkw in eine Richtung fahren." Eine erneute Verkehrszählung soll in Auftrag gegeben werden, so der LVB. Doch auch die Bürger könnten etwas tun. "Eine Unterschriftenaktion ist immer gut und hilfreich", so Marko Kinski.

Während der Einwohnerfragestunde gab es weitere Anfragen durch Einwohner an die Stadtvertreter bzw. an den Bürgermeister. So auch von Manfred Wollschläger, der erneut wissen wollte, was mit der Brücke am Goldberger See sei, die sich am Schwinzer Badesteg befinde. "Ich habe schon einmal eine Frage nach dieser besagten Brücke gestellt, damals wurde mir gesagt, dass diese Brücke illegal errichtet worden sei und zurückgebaut werden müsse. Doch meines Erachtens ist diese eher aus- als zurückgebaut worden. Was sagen Sie dazu, Herr Grützmacher?" "Ich kann die Frage nicht beantworten", entgegnete Peer Grützmacher. Zufrieden schien sich Manfred Wollschläger nicht mit dieser Antwort gegeben zu haben, doch zunächst beließ er es bei diesen Anfragen bei dieser Stadtvertretersitzung am Donnerstagabend.

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