Gallin-Kuppentin : Lindenallee wird trotz Kritik ausgebaut

Einwände wurden in der Gemeindevertretung abgeschmettert. Asphaltierung sei für Post und Müllabfuhr gut

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11. Dezember 2018, 20:00 Uhr

Die Gemeinde Gallin-Kuppentin hält an ihrem Beschluss fest, ein etwa 110 Meter langes Teilstück der Lindenallee im Ortsteil Kuppentin als 3,50 Meter breite Asphaltstraße ausbauen zu lassen. Eine Abfuhr für Gemeindevertreter Heinrich Rann (Wählergruppe „Bessere Zukunft“), der beantragt hatte, den entsprechenden Beschluss der Septembersitzung aufzuheben (SVZ berichtete). Der Ausbau war damals als Bestandteil einer Prioritätenliste zur Umsetzung der Flurneuordnung beschlossen worden und soll demgemäß insgesamt rund 50 000 Euro kosten. In welcher Höhe Fördermittel fließen, wie hoch der kommunale Eigenanteil sein könnte und ob sich die Anlieger daran beteiligen müssen, vermochte Bürgermeister Holger Klukas nicht abzuschätzen. „Wir sind für den Ausbau, damit dort Dienste wie Post oder Müllabfuhr besser fahren können“, sagt Klukas.

Heinrich Rann hatte den Ausbau zur Asphaltstraße als gänzlich überflüssig kritisiert und stattdessen die Befestigung durch Recyclingmaterial gefordert. „Das hat sich an anderer Stelle seit Jahren bewährt.“

Zudem sei es angesichts der defizitären Haushaltslage unverantwortlich, neue Schulden zu machen, argumentierte der Gemeindevertreter. „Das widerspricht den Grundsätzen einer sparsamen Haushaltsführung“, so Rann. Das fragliche Teilstück der Lindenallee werde wenig und an einigen Tagen sogar gar nicht frequentiert. Letztlich erbrachte keines der Argumente von Heinrich Rann bei seinen Gemeindevertreterkollegen einen Sinneswandel, sodass allesamt gegen seinen Aufhebungsantrag stimmten.

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