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Brandenburgischer Verein in Plau : Lieder und Tänze auf dem Burgplatz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Brandenburgischer Verein „Zentaurus e.V.“ sagt Danke für Förderwoche in Plau am See

von
erstellt am 06.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Da staunten etliche Plauer Einwohner und Touristen, als sie in dieser Woche auf dem Burgplatz tanzende und singende Kinder und Jugendliche erlebten, die mit ihrer Spielfreude gute Laune verbreiteten und viel Spaß hatten. Sogar Annekatrin Iwanowski vom Pflegedienst der Diakonie ließ sich nicht lange bitten und folgte der Aufforderung von Maria zu einem Tänzchen auf dem Steinpflaster.

Maria ist aus Kenia und eines der 22 Mädchen und Jungen, die in Plau drei Förderwochen verleben. „Es sind unterschiedliche Kinder, einige haben körperliche Behinderungen, andere sind sogar auf den Rollstuhl angewiesen, andere kommen aus Kenia oder dem Iran. Sie wohnen in Heimen, in Pflegefamilien oder in Wohngruppen“, erzählt der Vorsitzende des Vereins Olaf Bagans. Gegründet wurde der Verein von Eltern, denen es wichtig ist, ihren Kindern die bestmögliche Förderung zu geben, die über das eigentliche kassenärztliche Angebot hinaus geht.

Im Mittelpunkt dieser Förderung steht, dass die Stärken und Schwächen der Kinder erkannt und so genutzt werden, dass sie Impulse sein können für eine langsame, schrittweise Verbesserung der Lebenswertigkeit der Kinder und Jugendlichen. Das bedarf eines intensiven und sehr einfühlsamen Umganges miteinander. Aber auch die äußeren Bedingungen müssen stimmen und da ist die Plauer Jugendherberge mit ihrer Barrierefreiheit ein sehr guter Anlaufpunkt. Ein therapeutisches Programm für diese drei Wochen wurde erarbeitet und dabei geht es auch darum, sich gegenseitig Hilfe zu geben. Denn die Behinderungen, mit denen die Kinder leben, sind sehr unterschiedlich und was der eine nicht kann, kann der andere. Beispielsweise wird der im Rollstuhl lebenden Milena das Essen durch andere Kinder gereicht und damit die vorhandenen Fähigkeiten im positiven Sinn ausgenutzt. So werden erste Impulse gesetzt und in kleinen Schritten Erfolge erzielt.

Auf Plau kam der Verein durch die guten Bedingungen vor Ort, „die barrierefreie Jugendherberge, die Halle des Kinder- und Jugendzentrums am Bahnhof, der nahe See, der Affen- und der Bärenwald und vieles mehr haben uns dazu bewogen, hier diese Förderwochen durchzuführen“, erzählt der Vereinsvorsitzende. In diesem Jahr sind neben den eigenen Therapeuten erstmals Mitarbeiter des Plauer Pflegedienstes der Diakonie einbezogen. „Wir wurden gefragt und haben unsere Pläne so umgestellt, dass wir in diesen drei Wochen dem Verein zur Seite stehen können“, sagt Annekatrin Iwanowski und sie bezeichnet ihn als „tolle Truppe, deren Arbeit sehr wertvoll ist“.

Finanziert wird das Projekt durch Stiftungen, Sponsoren, Beiträgen und Spenden. Diese Gelder sind auch sehr nötig, denn es bleibt ja nicht bei diesen drei Förderwochen in Plau, sondern auch in den anderen Wochen und Monaten ist der Verein aktiv. Und der „Lohn“ für den Verein sind die Glücksmomente des Erkennens kleiner Fortschritte ihrer Schützlinge. Von diesen Momenten war ein Hauch zu spüren, als die Kinder und Jugendlichen der Öffentlichkeit ihre Tänze vorführten, kleine Batikarbeiten präsentierten oder sich gegenseitig schminkten. Etliche Zuschauer blieben stehen oder nahmen auf den Bänken Platz, um dem Treiben zuzusehen. Auskünfte zum Verein sind über Telefon: 033436 / 152 390 oder per E-Mail an zentaurus.ev@gmail.com oder über www.facebook.com/verein.zentaurus erhältlich.




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