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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

22. November 2017 | 23:23 Uhr

Lokalpolitik : Licht-Debatte in Lübz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Gegenwärtig wäre es nur mit zusätzlichen Investitionen möglich, bei der Straßenbeleuchtung weiter Energie zu sparen – wegen des defizitären Haushalts unmöglich.

von
erstellt am 24.Mär.2017 | 19:00 Uhr

Die aus SPD und der Wählergemeinschaft Broock/ Wessentin (WGBW) bestehende Fraktionsgemeinschaft hatte zur jüngsten Stadtvertretersitzung den Antrag eingebracht, die Straßenbeleuchtung in Lübz entsprechend der Regelung in Wessentin (teilweise Abschaltung von 23 bis 4 Uhr) umzustellen, um sie zu „optimieren“. Die Anwohner der betroffenen Bereiche sollten in Versammlungen über die Neuregelung und ihre Konsequenzen für den Stadthaushalt sowie das Alltagsleben informiert werden. Nach einer zum Teil hitzig geführten Diskussion stimmten acht Stadtvertreter gegen und sechs für den Antrag. Außerdem gab es eine Enthaltung.

Zu Beginn äußerte sich Bürgermeisterin Gudrun Stein (CDU) dahingehend, dass auch in Lübz in mehreren Bereichen von 23 bis 4 oder 5 Uhr bereits Straßenlaternen ausgeschaltet beziehungsweise gedimmt werden. „Die jetzt vorhandenen technischen Möglichkeiten lassen gegenwärtig keine weiteren Abschaltungen zu, ohne dadurch zusätzliche Kosten zu verursachen!“, so die Verwaltungs-Chefin. Alles, was dies angesichts des defizitären Haushaltes der Stadt nicht an die erste Stelle bei allen Überlegungen stelle, sei von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Im November 2016 hatte Stadtwerke-Geschäftsführer Karl-Heinz Dobbertin im Bauausschuss zum letzten Mal die aktuelle Lage erläutert. Daraus ergab sich auch die momentan begrenzte Möglichkeit, Energie zu sparen. Diesbezüglich mehr zu erreichen, bedeutet, vorher zu investieren. „Und wir haben kein Geld, das wir in die Hand nehmen können!“, sagt Gudrun Stein. In der Bauausschusssitzung, in der der jetzt abgelehnte Abtrag bereits wortgleich vorgelegen habe, sei deutlich geworden, dass die Stadtwerke schon mit Hochdruck daran arbeiten, in welchen Bereichen man sinnvoll zu welchen Investitionen weiter Energie einsparen könnte. Ausgaben werden schon dadurch verringert, dass kein beauftragtes Planungsbüro, sondern das städtische Unternehmen selbst die Aufgabe übernimnmt.

Die Ausschussmitglieder hätten sich darauf verständigt, vor allen weiteren Entscheidungen die Arbeitsergebnisse der Stadtwerke abzuwarten. In sofern sei überhaupt nicht zu verstehen, warum der Antrag auch zur jüngsten Stadtvertretersitzung noch einmal eingereicht wurde, sagt auch Ute Frese (CDU).

Etwa durch die Umrüstung auf LED-Technik, Dimmen und Teilabschaltungen sei es in Lübz schon bis jetzt gelungen, Energie-Einsparungen „in Größenordnungen“ zu erreichen. Auf 2015 bezogen habe der Bericht der Stadtwerke im November letzten Jahres und damit später als sonst stattgefunden. Trotz der Verdeutlichung auf dieser Sitzung, nicht weiter sparen zu können, sei der SPD/WGBW-Antrag auch in die Bauausschusssitzung im letzten Monat eingebracht worden.

In dem Antrag ist zu lesen, dass die Neuregelung in Wessentin „bürgerfreundlich“ sei, denn Einwendungen der Einwohner habe es seit der Umstellung (von 27 Laternen sind 14 zwischen 23 und 4 Uhr ausgeschaltet) „in keinem nennenswerten Ausmaß“ gegeben. „Also doch!“, sagt Gudrun Stein, die Benno Wendt (CDU) folgt, der äußerte, dass man Wessentin und Lübz nicht miteinander vergleichen könne: „Diverse Berufstätige etwa wie zum Beispiel Bäcker und Mitarbeiter von Gaststätten gehen mitten in der Nacht zur Arbeit, was sicher und nicht in halber Finsternis möglich sein muss. Unabhängig von allem sind uns die Ergebnisse der Stadtwerke natürlich regelmäßig vorzulegen.“

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