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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. September 2017 | 16:21 Uhr

Technik : Licht am Ende des Internet-Tunnels

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Nach Markterkundungsverfahren erwartet Barkhagen die Entscheidung: Erschließung durch Privat oder mit Unterstützung des Landkreises

von
erstellt am 28.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Lange stand zu befürchten, dass Barkhagen ähnlich wie der Nachbar Plau am See beim Breitbandausbau zwischen den Stühlen sitzen würde. Denn wie im nahen Luftkurort hatten sowohl die Telekom und als auch die Wemacom signalisiert, das Highspeed-Internet in die Gemeinde zu bringen, ohne dabei rechtsverbindlich zu werden.

Noch kein Jahr ist es her, da hatte die Tochter von Wemag AG und Stadtwerke Schwerin GmbH den Ausbau der Netzinfrastruktur auch auf dem Abschnitt zwischen Lübz und Plau am See vorangetrieben. Und in diesem Zuge die überlastete gemietete Leitung durch eine eigene moderne Glasfaserleitung ersetzt. Und eigentlich hätten die Voraussetzungen für weitere und zeitnahe Erschließungsarbeiten besser nicht sein können. Doch zum Leidwesen der Barkhagener „hatten auf unsere Nachfragen weder Telekom noch Wemacom verbindliche Termine genannt“, erinnert sich Bürgermeister Steffen Steinhäuser an die unbefriedigende Situation. Unbefriedigend deshalb, da die fehlende rechtsverbindliche Erklärung der Telekommunikationsunternehmen (TK) eine Förderung und möglicherweise schnellere Erschließung durch Dritte unmöglich macht. Siehe Plau am See. Dort läuft im kommenden Monat etwa jene ohnehin schon einmal verlängerte Frist ab, die die Wemacom den Plauern für den Abschluss von Vorverträgen gesetzt hat. Zirka 900 braucht das Tochterunternehmen, um den Luftkurort ans schnelle „World Wide Web“ zu bringen. Darüber hinaus sind laut Rüdiger Falk, Breitbandkoordinator des Kreises, weitere TK um Plau bemüht.

Für die Gemeinde Barkhagen könnte sich die Situation jetzt entspannen. Über den Landkreis ist die Gemeinde in ein Projektgebiet integriert, für das momentan das sogenannte Markterkundungsverfahren läuft. Im Ergebnis dessen wird die Entscheidung fallen, ob die Erschließung des Gemeindeterritoriums über ein TK im Eigenausbau erfolgt oder aber der Landkreis aktiv wird und dann auch Förderung beantragt.

Die Weichen hat die Gemeinde per Beschluss der Vertretung gestellt. „Ich vermute, dieses Jahr wird es noch nichts. Doch 2018 könnten wir vielleicht schnelles Internet haben“, ist Steinhäuser zuversichtlich.

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