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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

22. November 2017 | 03:10 Uhr

Baugeschehen : Leitungsbau mit Lasertechnik

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die mehrmonatigen Sanierungsarbeiten an der Theodor-Körner-Straße in Lübz haben begonnen. Der neue Regenwasserkanal steht im Mittelpunkt.

von
erstellt am 24.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Mit den umfassenden, dieser Tage begonnenen Sanierungsarbeiten in der etwa 200 Meter langen Theodor-Körner-Straße ist die größte Baustelle in der Stadt eröffnet. Damit verbunden ist eine mehrmonatige Vollsperrung von der Ferdinand-von-Schill- bis zur Blücherstraße.

Im Mittelpunkt steht die Erneuerung des Regenwasserkanals, der hier an einer der generell tiefsten Stellen in Lübz liegt. Die flachste Wert in der Körner-Straße beträgt 2,60, der tiefste 3,50 Meter. Der hier liegende Schmutzwasserkanal wurde bereits Anfang der 1990er-Jahre ausgetauscht und die Fahrbahn dafür halbseitig aufgeschnitten.

Allein für den Straßenbau liegen die Kosten jetzt bei rund 245 000 Euro. Nach Auskunft von Fred-Jan Salomon, Leiter des Fachbereiches Bau beim Amt Eldenburg Lübz, lassen die Stadtwerke darüber hinaus noch Trinkwasserleitungen und abschnittwsweise auch Energiekabel erneuern.

Ein Trennsystem gibt es auch in der Körner-Straße schon seit dem Bau der dortigen Wohnhäuser in den 1970er-Jahren. Die damals verlegten Rohre fürs Regenwasser seien Salomon zufolge zwar nicht durch Schwefelwasserstoff wie in Schmutzwasserkanälen zerfressen, wiesen jedoch eine nicht so große Stabilität wie heute auf. Die Folge: Durch weggespülten Sand etwa kommt es zu Fehlbelastungen und Rissen. Die 2,3 Meter langen, rund 300 Kilogramm schweren Exemplare ebenfalls aus Beton, die die Männer der Baufirma jetzt in die Erde bringen, sind für höchste Belastung ausgelegt. Sie werden mit Hilfe eines Richtung und Höhe messenden „Kanalschachtlasers“ millimetergenau eingebaut. Um die Gefahr auszuschließen, dass bei nächtlichem Regen die Baugrube unter Wasser gesetzt wird, verbinden die Tiefbauer an jedem Tag zum Feierabend den alten Kanal mit dem schon neu gesetzten Stück.

Die Fahrbahn wird später nicht mehr asphaltiert, sondern wie in der benachbarten Fritz-Reuter-Straße mit großen Betonsteinen gepflastert. Es soll einen einseitigen Gehweg mit gegenüberliegenden Grünflächen und teilweisen Parkstreifen vor den Wohnblöcken geben, deren Zugänge sich auf der anderen Seite befinden. Abgesenkte Bordsteine ermöglichen zudem, ein Hindernis zu umfahren/entgegenkommenden Verkehr durchzulassen.

„Klar war, dass diese Maßnahme nicht bis Weihnachten abgeschlossen ist“, sagt Salomon. „Die Wahrscheinlichkeit, dass es im März weitergeht, erscheint aus jetziger Sicht wahrscheinlicher. Zu hoffen ist, dass der Gehweg bis Dezember fertiggestellt wird.“ Für die sonst über die Körner-Straße anzufahrenden Wohnblöcke habe man provisorische Zufahrten geschaffen. Die Herstellung des aus vier Schichten bestehenden Unterbaus solle möglichst so weit vorangetrieben werden, dass ihn zumindest Rettungsgfahrzeuge nutzen können. Vieles sei vom Wetter abhängig. Frost etwa soll den gesamten, 65 Zentimeter starken Straßenaufbau zwar nicht durchdringen können, aber wenn das Pflaster fehlt, kann dies doch noch passieren.

Allein für den jetzt begonnenen Kanalbau veranschlagt Salomon eine Zeit von schätzungsweise vier Wochen. Ab Mitte November sollen Borde und Gossen errichtet werden.

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