Plau am See : Lebendige Musik mit Tieren

Das „duo fidelici“ überzeugt mit Vielseitigkeit.
Das „duo fidelici“ überzeugt mit Vielseitigkeit.

„duo fidelici“ gestaltete sehr kurzweiligen Konzertabend im Rahmen des Plauer Musiksommers

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16. August 2019, 12:00 Uhr

Das „duo fidelici“ (Judith Oppel, Wuppertal, Violine, und Matthias Börner, Bad Doberan, Orgel,) gestaltete einen sehr kurzweiligen Konzertabend im Rahmen des Plauer Musiksommers am 14. August in der Martinskirche. Im Mittelpunkt stand wie zu erwarten bei einem tierischen Konzert: der Karneval der Tiere von Camille de Saint-Saens (1835-1921). Da trat der Löwe majestätisch auf, die Hühner gackerten um die Wette, wilde Esel fuhren durch die Orgel, Schildkröten, ein Elefant, Kängurus zeigten sich behäbig daherkommend, sehr nett registriert plusterten die Fische durchs Aquarium, schrecklich aufgeblasene Persönlichkeiten mit langen Ohren: Ih-Ah,Ih-Ah, ein Kuckuck im tiefen Wald, geigerisch virtuos zelebriertes Geflatter im Vogelhaus, zwei eingebildete Pianisten von einem Organisten rauf und runter bloßgestellt, klappernde Skelettfossilien, ein ruhiger Schwan und zum Schluss im Finale alle noch einmal durcheinander, da kamen Geige und Orgel auf verschiedenste Weise und bunt gemischt, bravourös gespielt zur Geltung. Insbesondere der ganz wunderbare Ton der alten Klotz-Geige, voll in den unteren Lagen, strahlend erglänzend in der Höhe, immer wunderbar sauber intoniert, es war ein reiner Genuss zuzuhören! Zu Beginn des Konzertes ein Sonnenhymnus (eine Pasacaglia in E-Dur) von Max Drischner (1891-1971), von Matthias Börner wie auch das folgende Orgelkonzert No13 von Georg Friedrich Händel (1685-1759) für Geige und Orgel bearbeitet: Der Titel „Der Kuckuck und die Nachtigall“ lud ein zu einem virtuosen Zwiegesang zwischen Geige und Orgel, vor allem im Allegro des zweiten Satzes. Ein Präludium und eine Canzone aus der Suite op.186 von J.G.Rheinberger (1839-1901), bei denen wiederum die Geigerin mit ihrem großartigen Ton bestach, bildeten die Ruhepunkte in dem sehr schön ausgewogenen Konzert, bei dem zum Schluss als Zugabe „Pink Panther“ als Clou nicht fehlen durfte. Der recht gute Besuch sprach für das Interesse, das der Titel des Konzertes „Tierische Musik“ geweckt hatte. Das Publikum wurde nicht enttäuscht!


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