Laserstrahler : Laserlicht zaubert surreale Illusionen

Bunte Formen am Mehrgenerationenhaus.
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Bunte Formen am Mehrgenerationenhaus.

„Night of lights“ verschafft dem Mehrgenerationenhaus bunte Leichtigkeit

svz.de von
23. November 2014, 20:39 Uhr

Bunte Lichtstrahlen fingern durch den Nachthimmel, treffen auf die Fassade des Mehrgenerationenhauses, malen dort Landschaften, Tiere oder dekorative Muster – surreale, bisweilen bizarre Fantasiegebilde, die zum Staunen und Verweilen einladen. Der Hof der ehemaligen Schule füllt sich. Seine Bäume werden farbig angestrahlt. Dafür, dass der Kalender das letzte November-Drittel anzeigt, sind die Temperaturen mit deutlich über dem Gefrierpunkt ungewöhnlich mild. Die Menschen lassen sich rund um die Schalen mit wärmendem Holzfeuer nieder. So mancher hat von zu Hause seine eigene, bequeme Sitzgelegenheit mitgebracht. Kinder halten mehr oder weniger geduldig ihre Stockbrote in die Flammen. Ihre mit Schwarzlichtfarben geschminkten Gesichter lassen sie wie Kobolde durch die Szenerie purzeln.

Es stellt sich so etwas wie ein Zauber ein, zu dessen Faszination auch die geschmackvolle Musik aus der Beschallungsanlage beiträgt. Zu fortgeschrittener Stunde treten Maria „Mia“ Höfer und Martin Bluhm auf und faszinieren durch geschleuderte Fackeln, Funken sprühende Feuertöpfe und bengalische Lichter. Der Lübzer Saxophonist Siegfried Bekrul untermalt die Szenerie mit einfühlsamen Melodien.

Farben, Formen, Klänge – wer seinem begeisterten Publikum bei der „Night of lights“ am Freitagabend zum Rausch der Sinne verhalf, war die Domsühler Firma „Uhu – Deko & more“. Bereits zur Feier des 700-jährigen Dorfjubiläum hatte sich ihr kreatives Team 2012 durch eine fantasievolle Ausgestaltung eines Hauses mitsamt Grundstück hervorgetan, die Aufträge häuften sich. „Bald waren wir fast jedes Wochenende unterwegs“, erinnert sich Matthias Dehn, unter dessen Regie die Lübzer Lichtnacht abspult. Der Durchbruch kam mit einem Landespreis für den unternehmerischen Geist ihres Geschäftsmodells. „Seitdem können davon vier hauptamtliche und zwei in Teilzeit Beschäftigte leben“, freut sich Dehn, der seinen angestammten Beruf als Landschaftsgärtner an den Nagel gehängt hat

Nicht immer begnügt sich das UHU-Kreativ-Team wie in Lübz mit einem einzigen Laserstrahler. „Am 12. und 13. Dezember werden wir in Parchim gleich vier davon im Einsatz haben“, kündigt Matthias Dehn an. Jeweils zwischen 17 und 23 Uhr wird sich dort freitags und samstags der Straßenraum zwischen Moltkeplatz und Schuhmarkt in eine Kulisse für atemberaubende Installationen verwandeln. „Damit wollen wir auf dem großen Erfolg von 2013 aufbauen.“


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