zur Navigation springen

Internationale Grüne Woche : Landkreis präsentiert sich in Berlin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Aussteller mit neuen Produkten auf der 80. Internationalen Grünen Woche vertreten. Region wirbt um Touristen

von
erstellt am 18.Jan.2015 | 22:00 Uhr

Auch am gestrigen Sonntag herrschte reges Treiben auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Zu der kulinarischen Weltreise unter dem Funkturm zählt auch die Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern 5.2b. Groß, geräumig und mit etlichen Sitzmöglichkeiten präsentiert sich das Land und mittendrin auch die Aussteller aus unserer Region.

Unter den Besuchern gestern viele Einheimische wie Dirk Rehberg aus Lübz oder Frank Prieß mit Familie aus Suckow. „Es ist sehr schön, wir genießen die Messe und kosten die vielen Angebote“, so Frank Prieß. Als Vorpommerin von Haus aus, lädt Ehefrau Elke die Familie auf ein Schwarzbier aus Stralsund ein. Randolf Beck vom Lübzer Amtsturm sieht das ganz entspannt, denn „gerade die Vielfalt ist es, die unser Land ausmacht“, meint er. Er ist seit zehn Jahren mit dem Amtsturm präsent und fühlt sich seither stets für die ganze Region verantwortlich. „Nur für mein Bier in der Gaststätte kommt keiner aus der Republik, also muss ich für die Region werben und das möglichst mit vielen Partnern“, so Beck. An seinem Stand ist der Brüeler Helmut Schwertner anzutreffen. „Wir vermarkten gemeinsam an diesem Stand die Biere aus Lübz und das neue Jugend-Trendgetränk „c’mate“ von der Güstrower Schlossquell. Dieses neue Getränk wurde von einem Lehrling im Rahmen der Facharbeiterprüfung kreiert und findet großen Anklang.

„Wo liegt denn Ihr Rom“, fragt mancher etwas verwundert am Stand von Dirk Meyn angesichts des Firmenschildes Gartenbaubetrieb Meyn – Rom. Und schnell wird klar, dass man nicht nach Italien muss, sondern nur wenige Kilometer von Berlin entfernt dieser Betrieb existiert. „Gefüllte Primeln und gestielte Primeln in den Pastellfarben sind in diesem Jahr sehr gefragt“, erfahren wir vom Gartenexperten. Auch wenn nicht gleich mit barer Münze der Erfolg oder Misserfolg auf der Grünen Woche abgerechnet werden kann, so sind die Aussteller zufrieden. „Die Grüne Woche ist ein wichtiger Baustein des Marketings und im Sommerhalbjahr merken wir den Erfolg“, sagen Rita und Ralf Schwanebeck, die u.a. die
Draisinenbahn von Neu Damerow nach Barkow betreiben. Dem können sich Norbert Vormelker vom Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin und Andreas Scharfschwerdt von der Landkreisverwaltung nur anschließen. „Wir vermarkten hier die Region und unseren Landkreis, haben dazu einen völlig neuen Katalog parat, der Kulinarisches ebenso beinhaltet wie Rad- und Wassertourismus“, so Vormelker. In der Tat ist es ein übersichtlicher Stand, der nicht mit der Quantität, sondern mit der Qualität wirbt.
Qualität steht auch bei der Severiner Landpute ganz oben an. „Dennoch steht der diesjährige Messeauftritt unter keinem Stern, man kann schon sagen, dass unser Stand gemieden wird“, sagt Frank Kremer etwas enttäuscht. Der Bericht in vielen Medien, dass in Putenfleisch antibiotikaresistente Keime gefunden wurden, hat viele Verbraucher verunsichert. „Wir haben nicht einmal die Möglichkeit, mögliche Fragen zu beantworten, weil unser Stand relativ wenig besucht wird“, sagt Kremer weiter und verweist darauf, dass sich ihre Produktion von der Aufzucht über Futter bis zur Vermarktung sich alles in einem geschlossenen Kreislauf befindet und somit die gläserne Produktion nachvollziehbar ist. Dabei bieten sie zum Test erstmals sogar veganen Brotaufstrich an, der aus Torfu mit Tomatenmark, Zwiebeln und verschiedenen Gewürzen besteht.

Nicht vertreten in diesem Jahr ist der Zwillingshof Rühe aus Severin. Nachdem Rühes im vergangenen Jahr bei der Robustrinderschau Schwarz-Rot-Gold einen Klassensieg in der Kategorie Kühe mit Kalb verbuchen konnten, kämpfen in diesem Jahr die Uckermärker-Rinder um die Bundessiegertitel. Die nächste Chance für einen großen Auftritt der Galloways in Berlin gibt es erst im Jahr 2018.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen