Werterhaltung : Kunstwerk geht gereinigt in den Winter

Bernd Meier (r.) und Manfred Buuck beim Reinigen des Schirmkinderbrunnens, nachdem sich hier wie in jedem Jahr unter anderem viele Algen durch das aus der Elde entnommene Wasser abgesetzt haben. Fotos: Ilja Baatz
Bernd Meier (r.) und Manfred Buuck beim Reinigen des Schirmkinderbrunnens, nachdem sich hier wie in jedem Jahr unter anderem viele Algen durch das aus der Elde entnommene Wasser abgesetzt haben. Fotos: Ilja Baatz

Denkmalpflege: Am Schirmkinderbrunnen in Lübz wurden Algen und andere Verschmutzungen beseitigt.

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17. November 2017, 12:00 Uhr

Man könnte denken, der Schirmkinderbrunnen – ein kleines, wenn auch markantes Lübzer Wahrzeichen direkt neben dem größten, dem Amtsturm – brennt, wenn Bernd Meier und Manfred Buuck vom Bauhof ihm nach der Sommersaison mit einem Hochdruckstrahler zuleibe rücken. Um Gottes Willen nicht dem Kunstwerk an sich, sondern dem runden, nach der Wende gemauerten Becken, in dessen Mitte es thront. Unter dem ausgeübten Druck zerstäubt das Wasser in große weiße Wolken, die Qualm verdächtig ähnlich sehen. Nur der Geruch fehlt.

Bevor diese Arbeit jedoch in Angriff genommen werden kann, müssen die Männer das Wasser aus dem Becken über ein Loch im Boden ablassen. Nur dann ist die zufrieden-stellende Reinigung wie beschrieben möglich. In diesem Jahr verweigerte das Rohr seinen Dienst. „Ursache war jede Menge Dreck, den wir erst einmal mit unserer Reinigungsspirale beseitigen mussten“, berichtet Bernd Meier. Dafür musste er sich zunächst Gummistiefel anziehen und in das eiskalte Wasser steigen. Unter einem Holzkasten verborgen bleibt im Winter nur der Sockel des Brunnens im Park. Die Kinder samt Schirm werden beim Bauhof eingelagert.

Die 1863 von Christian Genschow erschaffene Zinkgussplastik schenkte die Lübzer Brauerei 1980 der Stadt. Die vor 20 Jahren erfolgte Restaurierung des Kunstwerkes durch die Denkmalpflege Mecklenburg GmbH finanzierten die Sparkasse Parchim-Lübz und die Stadt.

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