zur Navigation springen
Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

12. Dezember 2017 | 05:36 Uhr

neue Attraktion : Kunstspeicher öffnet Pfingsten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Bauarbeiten an dem für die gesamte Region einzigartigem Projekt laufen auf Hochtouren, Der Verein Lübzer Land sieht darin eine Bereicherung für das Kulturleben.

svz.de von
erstellt am 05.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Auf dem Hof Haufen mit Schrott, Abbruchholz von herausgerissenen Zimmerdecken und Bauschutt, in den Außenwänden der umstehenden Gebäude Löcher, in jeder Ecke noch erdrückend viel Arbeit: Über Monate Alltag auf dem Grundstück der Potsdamer Malerin und Filmemacherin Julia Theek, die in dem ehemaligen Kolonialwarenladen am Ziegenmarkt, dem dahinter stehenden Speicher und der ehemaligen Bäckerei Vom-acka eine Kunstakademie einrichten möchte – ein nicht nur für Lübz, sondern auch die gesamte Region einmaliges Projekt. Pfingsten soll Eröffnung sein.

In den Räumen vermitteln Künstler Theorie und es entstehen mehrere Ateliers. Die Kurse mit sechs bis zehn Teilnehmern pro Lehrgang, für die auch mehrere Apartments zum Übernachten ausgebaut werden, können sich nicht nur mit Malerei, sondern unter anderem auch mit Vergolden, der Herstellung von Skulpturen, Druckverfahren und – um die heutige Zeit nicht völlig außen vor zu lassen – elektronischer Bildbearbeitung beschäftigen.

Im Mai vorigen Jahres hatte Julia Theek vor Beginn der Sanierung zu einem Rundgang durch das denkmalgeschützte Ensemble eingeladen. Weder der Hof noch die Gebäude sind mittlerweile wegen ihres von Grund auf verbesserten Zustandes wiederzuerkennen, wobei einige Entdeckungen zwischendurch auch für manche Kopfschmerzen sorgten, was versteckte Bauschäden betrifft. Grund zur Freude habe die Künstlerin allerdings auch immer wieder gehabt – und sei es beispielsweise nur die Freilegung von direkt auf die Putzschicht aufgebrachter Schablonenmalerei unter vielen Tapetenschichten. Mittlerweile sehr seltene Funde, doch mit Begeisterung darüber oder alte Dielen stand Julia Theek meistens allein auf weiter Flur. Um Erhaltung vieler Dinge, die sich nicht jedem Betrachter sofort als Besonderheit erschließen, habe sie öfter kämpfen müssen.

Bürgermeisterin Gudrun Stein, die das Vorhaben schon als „extrem mutig“ bezeichnet hatte, bleibt dabei, dass es für Lübz ein „Riesengewinn“ sei. Und Ilona Paschke vom Verein Lübzer Land e.V. sieht darin eine große Bereicherung für das Kulturleben der Stadt, das helfe, sie bekannter und damit attraktiver für Besucher zu machen. Die Mitbegründerin des Museums in seiner heutigen Form verfolgt die Arbeiten von Anfang an und war zuletzt vor 14 Tagen auf der Baustelle: „Der Fortschritt ist beeindruckend.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen