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Etwas andere Malerei : Kunst aus der Spraydose: Trafo-Stationen verschönert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Mehr als 130 Spannungsverteiler hat Sebastian Volgmann bereits für die Wemag Netz GmbH mit Graffiti-Bildern versehen

Allerorten sind sie zu finden, die schmucklosen Betonkästen der Stromverteilstationen des Betreibers Wemag Netz GmbH. Nicht überall sind sie derart ansehnlich, wie in Klebe (Foto). Die Bemalung dieser Trafostation stammt aus dem Jahr 2008. Seitdem hat der Rostocker Sebastian Volgmann mehr als 130 Spannungsverteiler des Netzbetreibers mit Graffiti-Sprühbildern künstlerisch gestaltet. „Die grauen Betonkästen werden dadurch zu echten Hinguckern.“

Überall hat der Künstler dabei versucht, in Absprachen mit den jeweiligen Standorten ortstypische Motive mit Symbolen erneuerbarer Energie zu verbinden. Storchennester, Biberburgen, markante Gebäude, idyllische Landschaften – keine der Bemalungen gleicht einer anderen. Unter der Adresse www.s-volgmann.de sind etliche von ihnen im Internet als Auftragsarbeiten zu finden.

Manchmal projiziert der Künstler seine Motive vorab mit einem Beamer auf die Wandflächen, um sie danach per Hand aufzuzeichnen. Für die unterschiedlichen Grüntöne eines Laubbaumes kommen dabei mindestens die Sprühdosen mit den Aufschriften Woodstock, Deep Forest, Mescaline oder Boston zum Einsatz. Immer wieder bleiben Passanten stehen, wenn Sebastian Volgmann in Aktion tritt. „Die Leute sind sehr aufgeschlossen und loben meine Arbeit.“ Neugierige Kinder gehen ganz dicht an die Wandgemälde heran, damit ihnen auch kein noch so winziges Detail entgeht. Der Humor kommt dabei nicht zu kurz. Erst kürzlich hat Volgmann einen Station mit einem Windsurfer bemalt, der in einem knallroten Anzug über eine grüne Computer-Tastatur gleitet.

2014 wurden unter anderem die Trafostationen in Strohkirchen, Spornitz, Neu Sprenz, Krakow am See, Granzin und Wittenförden professionell besprüht. Wenn ein Standort in den Genuss einer derart ansehnlichen Station kommen will, muss sie sich baulich in einem guten Zustand befinden, an einem viel frequentierten Standort stehen und in das Wemag-Netzkonzept passen. Wenn sich dann womöglich noch ein weiterer Sponsor findet, dürfte einer schmucken Bemalung nichts mehr im Wege stehen.

 

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