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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

14. Dezember 2017 | 09:27 Uhr

vereinsarbeit : Kultur rechtzeitig gesichert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Geschäftsführerin: Gründung des Vereins „Lübzer Land“ e.V. hat sich bewährt / Wunsch nach mehr Räumen von ehemaliger Volkshochschule

von
erstellt am 26.Feb.2015 | 22:00 Uhr

2007 wurde der Verein „Lübzer Land e.V.“ mit dem Ziel gegründet, so genannte freiwillige Aufgaben der Stadt in Pflichtaufgaben umzuwandeln und sie dadurch in ihren Bestand auf Dauer zu sichern. Unter seinem Dach sind heute die Stadt- und Kinderbibliothek, das Stadtmuseum Amtsturm, das Planetarium und die Stadtinformation zusammengefasst. Außerdem ist er Ansprechpartner für den als Aussichtspunkt hergerichteten Wasserturm an der B 191 und die historische Wassermühle an der Schleuse im Zentrum von Lübz. Wegen ständig weiter sinkender Fördermittel und der an die Kommunen ergangenen Auflage, sich auf Pflichtaufgaben zu konzentrieren, sind auch Anlaufpunkte wie die oben genannten in ihrem Bestand gefährdet, wenn nichts verändert wird.

Durch das früher nicht vorhandene Zusammenwirken habe man heute Kräfte gebündelt und den Erhalt zusätzlich gestärkt, sagt Vereins-Geschäftsführerin Stefanie Becker. Dazu gehört auch das ausgeklügelte System unterschiedlicher Öffnungszeiten in Sommer- und Wintermonaten. Mittlerweile habe das Finanzamt die Gemeinnützigkeit anerkannt, weil der Verein der breiten Bildung und Forschung diene. „Das ist ein Beweggrund dafür, die auf alle Bereiche bezogene Zusammenarbeit mit Kindereinrichtungen und Schulen zu verstärken“, so die Geschäftsführerin.

Vor den Ferien sei der Zulauf durch Schulklassen erfahrungsgemäß besonders gut. Vorbereitet werde momentan das Projekt „Historische Bibliothek“, bei dem die Teilnehmer auch Zugang zu den sonst verschlossenen Magazinräumen erhalten sollen. Darin schlummern unter anderem Zeitungen und Schulbücher aus mehreren Jahrhunderten. „Vor ein paar Jahren hat ein Mitarbeiter der Landesbibliothek unseren Bestand gesichtet und danach bestätigt, dass sich viele wertvolle Stücke darin befinden“, sagt Museums-Mitarbeiterin Ilona Paschke.

Es gelte, mit Schulen besser abzusprechen, wenn sie – wie es oft geschehe – Schüler mit einem Fragebogen zur Stadt schicken. „Einer unserer ganz wichtigen Wünsche ist, die einst von der Volkshochschule genutzten Räume im Bürgerhaus nutzen zu können“, sagt Stefanie Becker. „Um zum Beispiel das Interesse an Stadt- und Heimatgeschichte zu erhalten, brauchen wir einen für Klassenveranstaltungen geeigneten Raum. Dabei würden wir auch wert darauf legen, dass Wissen nicht nur abgelesen, sondern auch eigene Recherchearbeit geleistet wird.“ Neben der Unterstützung für junge Forscher gelte es, unbedingt das Magazin zu erweitern, dessen jetzt genutzten Räume „aus allen Nähten platzen“.

Die zurückliegende Sommersaison schätzt Stefanie Becker als gut ein. In diesem Jahr solle es in positivem Sinne keine ruhigen Monate mehr geben. Als große Aufgaben stehen unter anderem die Organisation des Stadt- und Kinderfestes (erstgenanntes zusammen mit der Wohnungsverwaltung Lübz (WVL) und der Gaststätte Alter Amtsturm) sowie des Weihnachtsmarktes auf dem Programm. In ihn wolle die Geschäftsführerin den Gewerbeverein stärker einbeziehen. Außerdem werde es zum Beispiel Lesungen geben und als weiterer Höhepunkt sei der Internationale Museumstag am 17. August zu werten. Er beschäftigt sich mit der Zukunft der Häuser, die Geschichte bewahren und zeigen. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Unter dem Strich habe sich die Vereinsgründung bewährt und seine Stabilität gefestigt, so dass zu der anfänglich lediglich aus Museum und Bibliothek bestehenden Konstruktion auch die anderen schon genannten Einrichtungen hinzukamen. Insgesamt sechs Mitarbeiter sind mittlerweile fest angestellt.

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