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Rücksichtsloses Parken und Halten an Lübzer Schule : Kritik: Eltern gefährden ihre Kinder

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Die Bauarbeiten an der Regionalschule in Lübz schreiten voran. Deshalb mahnt die Stadt die Eltern zur Vorsicht, wenn sie ihre Kinder zur Schule bringen. Einige Unbelehrbare parken immer wieder an falschen Stellen.

svz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 05:07 Uhr

lübz | Jetzt steht es fest: Ab Montag darf kein Kraftfahrer mehr von der B 191 aus in die Plauer Chaussee abbiegen. Jeder muss dann die in Höhe der Turnhalle des Eldenburg-Gymnasiums (schräg gegenüber dem Wasserturm) neu gebaute, provisorische Abfahrt in die Blücherstraße benutzen - sowohl die aus Richtung Parchim kommenden Rechts- als auch die Linksabbieger auf der anderen Spur. "Wir werden zunächst versuchen, die neue Situation ohne zusätzliche Eingriffe etwa in Form einer Baustellenampel zu bewältigen", sagt Fred-Jan Salomon, Leiter des Fachbereiches Bau bei der Stadt Lübz. "Dafür wäre unter anderem die Schaltung der bestehenden Ampeln zu berücksichtigen, was leicht kompliziert werden kann." Die zahlreichen morgens zum Schulkomplex fahrenden Busse seien jedenfalls kein Pro-blem, weil sie vom ZOB kommen und somit Rechtsabbieger sind. Ob das neue Straßenstück auch für die Größten ausreicht, wurde vorher bei einer Probe ermittelt. Auf die B 191 fahren darf an der neuen Stelle beim Gymnasium niemand. Dies ist weiter bei der Tankstelle möglich.

Auch die sonstige für die Großbaustelle eingerichtete Umleitung funktioniere, nennenswerte Staus bildeten sich nicht. Zu merken sei zwar, dass momentan mehr Verkehr durch die Innenstadt fließt, doch damit habe man auch gerechnet.

Wie berichtet, ist ein Teil der Plauer Chaussee ab der Kreuzung Jahn-/Blücherstraße schon jetzt voll gesperrt. Hier liegt kein Stück Asphalt mehr, der Einbau des neuen Abwasserkanals mehrere Meter unter der Fahrbahn läuft auf Hochtouren. Durch das Verlegen der neuen Trinkwasserleitung im Gehwegbereich, was sich auch schon in Richtung Bundesstraße fortgesetzt hat, müssen Fußgänger zwischen Blücher- und Ferdinand-von-Schill-Straße hinter die Häuser ausweichen. Die Baufirma habe angeboten, die Arbeiten parallel zum schon genannten Abschnitt auch im zur B 191 hin liegenden Bereich stattfinden zu lassen. Der momentane Baufortschritt sei in Ordnung, alles liege im Plan. "Es wird auch eine Phase geben, in der nicht mehr alles gesperrt, sondern der zweite Abschnitt schon fertiggestellt ist und benutzt werden kann", sagt Salomon. "Wann dies genau sein wird, kann man jetzt noch nicht sagen." Bis Anfang November sollen die Arbeiten in der Plauer Chaussee komplett beendet sein. Investiert werden dafür rund eine Million Euro.

Am Schulkomplex ist die neue Buswendeschleife fertiggestellt, jetzt läuft der Bau der sie später umgebenden Stellflächen. Mit Blick auf die Schule links sind sie wie auch schon die Gehwege zu erkennen, jetzt wird der Unterbau für die Straße eingebracht. Rechts müssen noch Leitungen verlegt werden, in der kommenden Woche möchte die Baufirma Borde setzen.

"Viele Eltern geben sich bei Abholung ihrer Kinder Mühe, aber einige Unbelehrbare halten oder parken mit ihrem Pkw immer wieder an den falschen Stellen", so Salomon. "Auf der gesamten zum Dichterviertel hin gelegenen Straßenseite zum Beispiel gilt Halteverbot. Trotzdem werden hier ständig Kinder aus dem Auto gelassen, was jeden Tag nicht nur den Verkehr behindert, sondern zudem auch noch gefährlich ist, weil sie die Straße überqueren müssen und in dem täglichen Durcheinander leicht an- oder sogar überfahren werden können." Grund- und Regionale Schule zusammen besuchten rund 600 Mädchen und Jungen. Auf der Straße in diesem Bereich unterwegs sind außerdem noch die Kinder der nahen Schule am Neuen Teich und ihre Eltern.

Abgesehen von Zu- und Abfahrt der Buswendeschleife (die einige verbotenerweise auch nutzen) dürfe man auf der gesamten Seite zur Schule hin halten. Eine weitere Möglichkeit sei, zum Beispiel in die gegenüber liegende Fichtestraße einzubiegen, eine kleine Runde zu drehen, bis zum Klingeln in ihr zu warten und dann vorzufahren. "Außerdem kann man den hinter der Turnhalle liegenden Hof nutzen, wo es auch eine Wendemöglichkeit gibt", sagt der Bereichsleiter. "Neben der Halle ist der Platz so groß, dass sich zwei Fahrzeuge problemlos begegnen können." Gerade durch falsches Parken/Halten werde das besonders nachmittags oft entstehende kleine Chaos begünstigt. Die dadurch vorhandenen, aber vielen kaum oder gar nicht bewussten Gefahren gelte es zu verdeutlichen. Wenn die neuen Parkflächen unter anderem für die Lehrkräfte neben der Buswendeschleife fertiggestellt sind, bestehe zusätzlich die Möglichkeit, auch dort hineinzufahren: "In diesem Bereich haben wir bewusst Überkapazitäten eingeplant."

Positiv wertet Salomon auch den Fortschritt an der Grundschule. Der Anbau sei im Erdgeschossbereich fast fertig. Jetzt fehlten noch die Deckenelemente, die in der kommenden Woche geliefert werden sollen. Als nahezu komplett bezeichnet der Bauingenieur darüber hinaus den Rohbau der neuen Aula.

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