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23. November 2017 | 23:33 Uhr

Kreis: Vor Unfall kein Gefahren-Hinweis

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erstellt am 18.Apr.2013 | 05:33 Uhr

kritzow/parchim | Der Unfall von Mittwochmorgen, bei dem ein zwölfjähriger Radfahrer auf der Straße zwischen Benzin und Broock mit einem Kleintransporter zusammenprallte und sein Leben verlor (wir berichteten), hat in der Region für Entsetzen gesorgt. Schnell die Runde machte die Nachricht unter anderem auch in der Amtsverwaltung. "Egal, ob man es nun tragisch, furchtbar oder entsetzlich nennt - alles stimmt. Meine Kollegen und ich haben tiefstes Mitgefühl mit den Eltern, aber auch mit dem Fahrer, der dieses Erlebnis ebenfalls nicht mehr los wird. Besonders wenn man selber Kinder hat, mag man sich das Ausmaß der Verzweiflung auf Elternseite nicht vorstellen", sagt zum Beispiel Bürgeramtsleiter Thomas Rosenfeldt. Leider sei die gesetzliche Lage so, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung oft nur an den Stellen eingerichtet werden kann, die sich als Unfallschwerpunkt herausgestellt haben: "Es muss also erst etwas passieren."

Petra Rambow, Fachdienstleiterin Verkehr beim Landkreises Ludwigslust-Parchim, teilte auf Anfrage mit, dass es sich bei der Straße um einen Gemeindeverbindungsweg handele, der durchschnittlich 4,75 Meter breit ist und somit eine schmale Trasse im Sinne des Straßenverkehrs sei, da im Falle einer Begegnung entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden können.

Grundsätzlich dürfe ein Fahrzeugführer nur so schnell unterwegs sein, wie es in Paragraph 3 der Straßenverkehrsordnung (StVO) beschrieben ist. Das heiße im vorliegenden Fall, dass jedoch so langsam gefahren werden müsse, "dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke gehalten werden kann". Im Rahmen der allgemeinen Verkehrsschauen wurde die Anordnung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 Kilometer in der Stunde an der Unfallstrecke in den 90er-Jahren aufgehoben (der genaue Termin lasse sich rückblickend nicht mehr ohne weiteres ermitteln), da diese Geschwindigkeit aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht gefahrlos durchzuhalten sei.

Einen Hinweis von Seiten der Gemeinde oder des Amtes auf eine potenzielle Unfallträchtigkeit der fraglichen Straße an den Landkreis gab es Petra Rambow zufolge nicht.

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