eine tour zu kunst offen : Kreative Köpfe - kreative Kunst

Legt sich nicht auf einen Stil fest: Malerin Maxi Heinze aus Plau am See. Wenn sie die Muse küsst, legt sie los.
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Legt sich nicht auf einen Stil fest: Malerin Maxi Heinze aus Plau am See. Wenn sie die Muse küsst, legt sie los.

Künstler gewährten an „Kunst offen“ einmal mehr Einblick in ihre Arbeit

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06. Juni 2017, 12:00 Uhr

Die Kamera immer griffbereit, sogar nach dem Einkaufen hat Gisela Lorenzen immer ein Auge für ihre Umgebung. So auch in Hamburg, ihrer Heimat. Im Wasserkraftwerk Bobzin war Gisela Lorenzen jetzt an „Kunst offen“ dabei. Präsentierte ihre Fotografien und Malereien. „Seitdem ich Rentnerin bin, male ich auch.“ Oftmals nach Vorlage, eine Fotografie reicht ihr. So auch bei einem Bild vom Schaalsee mit Bootshaus und Steg. „Den Steg habe ich nicht hinbekommen, deshalb habe ich den blau übergemalt. Aber wenn ich einen Rappel kriege, dann male ich den noch“, sagt die 69-Jährige und lächelt.

Seit gut zehn Jahren fotografiert sie leidenschaftlich gern, entspannt dabei. Vor fünf Jahren hat sie die Leitung einer Hamburger Fotogruppe übernommen. „Wir sind alle so zwischen 68 und 75 Jahren. Bei uns ist jeder willkommen“, erzählt Gisela Lorenzen. „Learning by doing“ lautet ihr Motto beim Fotografieren und Malen, aber jetzt auch bei der Fotobearbeitung. Jeder bringe sich aus der Gruppe ein, der eine weiß etwas und zeigt es dann den anderen. So profitieren alle davon. Das Wasserkraftwerk teilt sich die „waschechte“ Hamburgerin mit Sabine Gienow. Die gebürtige Lübzerin zieht es immer wieder zurück in ihre Heimat. „Als Mecklenburger klebt man einfach an der Heimat“, erzählt die Musiklehrerin. Deshalb kehrt sie regelmäßig zurück – dieses Mal an Pfingsten für „Kunst offen“.

Hamburg, Bobzin, Lissabon, Istanbul, Porto... Sabine Gienow fotografiert eigentlich überall. „Kunst und Fotografie sind meine Hobbys – schon immer gewesen“, erzählt die Wahl-Hamburgerin. Ihre ständige Begleiterin – vor allem auf Reisen – ist ihre Nikon. „Ich spiele mit verschiedenen Filtern, wechsle die Aufsätze. Versuche immer die Stimmung einzufangen.“ Und das gelingt ihr.

Schon von weitem ist der gelbe Schirm – das Symbol von „Kunst offen“ – im Plauer Fritz-Reuter-Weg zu sehen. Riesengroße Buntstifte stehen in einem Kübel, der gelbe Schirm krönt das künstlerische Ensemble – hier wohnen kreative Köpfe. Malerin Maxi Heinze lädt in ihr Atelier, das sie von ihrer Mutter Silvia übernommen hat. „Ich habe schon immer gemalt“, erzählt die 28-Jährige, die viele Jahre in Schwerin gelebt und gearbeitet hat. Jetzt ist sie zurück in ihrer Plauer Heimat. Hauptberuflich arbeitet Maxi Heinze als Modenäherin in Wendisch Waren. Wenn sie aber die Muse küsst, dann greift sie zur Staffelei, zu Farben und Pinsel. Dann legt sie los. „Ich habe keinen direkten Stil. Ich male das, worauf ich Lust habe“, erzählt sie.

In ihrem Atelier hängen bunte Bilder. Auf einem ist ein junges Mädchen zur erkennen, mit Zopf und auf der Schulter sitzt eine Katze – „Freundschaft für immer“ – steht auf dem Bild. Es ist nicht irgendeine Katze, sondern die Siamkatze der Malerin. „Das Bild würde ich nie hergeben, nie verkaufen“, verrät Maxi Heinze. Über alles andere, lässt sich reden.

Hauptsächlich aber arbeitet Maxi Heinze nach Vorlagen – vor allem, wenn Silberhochzeiten oder Weihnachten ansteht. „Es ist immer wieder ein schönes Geschenk, eine Fotografie als Zeichnung zu haben“, erzählt sie und lächelt. Wie gut die 28-Jährige auch diesen Bereich beherrscht, zeigt sie an einigen Bildern, die gleich im Eingangsbereich des Ateliers hängen oder stehen. Unter anderem Schauspieler Paul Walker. „Das ist mit schwarzem Buntstift gemalt“, erklärt die Malerin. Aus mehreren Fotografien zaubert die Künstlerin auch ein großes Bild. An „Kunst offen“ gewährte sie Einblick, aber auch an jedem anderen Tag.

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