Langenhägener Kranichfest : Kraniche am Abend krönten das Fest

In passender Kleidung präsentierte die Linedance-Gruppe aus Goldberg ihr Können. michael-günther Bölsche
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In passender Kleidung präsentierte die Linedance-Gruppe aus Goldberg ihr Können. michael-günther Bölsche

In Langenhagen haben viele Besucher an zwei Tagen am Wochenende gefeiert. Nicht nur die gefiederten Tiere, sondern auch den Förderverein Langenhägener Seewiese. Dieser bot ein vielfältiges Programm.

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17. September 2012, 09:33 Uhr

Langenhagen | Der Förderverein der Langenhägener Seewiesen lud am Wochenende zu seinem Kranichfest ein. Das Fest war zugleich die Jubiläumsfeier des Vereins, der nun seit 20 Jahren existiert. In der Naturkontaktstation wurde eine kleine Bilderausstellung, hergestellt vom Techentiner Dr. Thomas Kuhlamm, zur Entwicklung des Vereins und der Naturkontaktstation gezeigt. Unter den Besuchern auch Irmgard Friedrich aus Broock. Sie war in den ersten zehn Jahren mit dabei, hat die Station mit aufgebaut, die aus der alten Dorfschule Anfang der neunziger Jahre mit EU-Fördermitteln entstand. "Es war eine sehr schöne Zeit, wir haben das Naturschutzgebiet kartiert und wir waren glücklich, ein eigenes Haus zu haben und es vor allem im Sommer für Kinder und Erwachsene öffnen zu können", erinnert sie sich. Schade findet sie nur, dass diese gute Arbeit von einst etwas in den Hintergrund gerückt ist. "Die Arbeit hier ist sehr wichtig und es ist schade, dass die Gelder gekürzt wurden und der Verein mit der Naturkontaktstation ums Überleben kämpfen muss", sagte Friedrich, die hofft, dass es wieder bessere Zeiten geben wird.

Birgit Brügmann vom Vorstand des Fördervereins hatte mit vielen Helfern ein buntes Programm organisiert. Höhepunkt - bereits am Freitag - war der 1. Kranichlauf über rund zehn Kilometer, an dem sich 15 Läufer beteiligten. Ältester Teilnehmer mit 75 Jahren war Dr. Paul Steinbach aus Karow und jüngster mit neun Jahren war Nick Recklies aus Woosten. Der Steppke war auf der 200-Meter-Strecke für Kinder mit 9,33 Minuten der Schnellste und Rüdiger Stolte aus Spornitz benötigte für seine zehn Kilometer 42 Minuten. Vielleicht, so hoffen Organisatoren und Aktive, könnte dieser Kranichlauf zu einem festen Bestandteil des jährlichen Veranstaltungskalenders werden.

Der Sonnabend stand im Zeichen eines bunten Kulturprogramms, an dem viele Helfer und Mitstreiter beteiligt waren. Ganz oben steht das Diakoniewerk des Klosters Dobbertin, das nicht nur kulturell vertreten war, sondern auch die Veranstaltung unterstützte, in dem sie beispielsweise das Festzelt stellte. Die Garde und Volkstanzgruppe sowie das Tanzmariechen Tina sorgten mit ihren Auftritten für eine tolle Stimmung und es gab einen Einblick in die Kulturarbeit der Bewohner des Klosters. Ergänzt wurden die Darbietungen von den Lütten aus der Kindereinrichtung "Zwergenland", den Goldberger Linedancern und der Blechbläsergruppe Huss aus Barkow. Moderiert wurde der ganze Tag von Benjamin Nolze, der selbst ein lütt plattdütsches Programm bot. Umrahmt wurde das Kranichfest mit vielen weiteren Dingen wie dem Backen von Steinofenbrot und Kuchen, einer Pilzausstellung von Lothar Strelow und des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide. Die Feuerwehr hatte Spiele vorbereitet, ebenso die "Goldkehlchen", die auch die neuen Kalender für 2013 verkauften, deren Erlöse dem Förderverein zu Gute kommen.

Natürlich stand die Vogelwelt der Region beim Kranichfest auch im Mittelpunkt. So wanderten Ralf Koch von der Naturparkverwaltung sowie Heinz Kriesel mit Interessenten durch den nahen Forst und erläuterten Flora und Fauna. Der Leiter der Naturparkverwaltung Jörg Gast referierte in einem interessanten Vortrag zum Thema Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide - ein europäisches Vogelschutzgebiet und präsentierte tolle Fotos. Am Abend wurde der Kranicheinflug an der Beobachtungsstation bewundert. Etwa 700 Tiere übernachten derzeit in diesem Bereich.

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