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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

25. September 2017 | 09:53 Uhr

Engagiert : „Kopf nicht in Sand stecken“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der seit 1999 politisch aktive Bürgermeister Jens Kühl stellt sich am 25. Mai erneut zur Wahl. Finanziell gibt es nur noch wenig Bewegung.

svz.de von
erstellt am 14.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Jens Kühl tritt bei der Kommunalwahl wieder als Bürgermeisterkandidat für Gischow an. Zum ersten Mal bekleidete der Landwirt das Amt von 1999 bis 2004. Danach war er Erster Stellvertreter und ab 2009 wieder Bürgermeister. „Nach der Zeit als Stellvertreter wollte ich eigentlich gar nicht wieder antreten, aber mein Vorgänger trat vor den Wahlen zurück, sodass ich automatisch nachrückte“, berichtet Kühl.

Abgesehen von dem Fakt, dass es 1999 keinen anderen Kandidaten gab, sei man damals vor allem wegen noch vorhandener Rücklagen finanziell beweglich gewesen, habe noch etwas tun können – der Hauptunterschied zu heute. „Etwas Großes, was wir geschaffen haben, ist der Bau der zentralen Abwasserentsorgung“, sagt Kühl. Dabei geholfen habe, dass bereits gleich nach der Wende die Hauptleitung vom Klärwerk bis zum Ortseingang verlegt worden war. Damit einher ging die Sanierung der Hauptstraße und der Bau des neuen Gehweges. Erfreulich sei all dies wegen der Förderung und auch wegen des Einsatzes von Einwohnern verlaufen. Außerdem wurde unter Kühls Führung die Fassade des Dorfgemeinschaftshauses saniert.

Mittlerweile sind nicht nur die letzten finanziellen Reserven aufgebraucht, sondern so gut wie keine Gemeinde sei noch in der Lage, etwas zu sparen, weil die meisten schon mit der Bezahlung der ihnen auferlegten Pflichtaufgaben überfordert sind. „Wir haben noch geeignete Kandidaten für die Gemeindevertretung gefunden, aber generell sind viele Menschen frustriert“, meint der Bürgermeister. „Zentral wichtig ist jedoch, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und so etwas zu sagen wie ,Bringt eh alles nichts’, sondern sich dafür einzusetzen, dass es wieder besser wird.“ Unerlässlich sei dafür, das Finanzausgleichsgesetz (FAG) zu überarbeiten.

 

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