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Ministerin zu Besuch : Kontinuität bei der Pflege gefordert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

In diesem Jahr läuft das Projekt „SpA“ aus. MGH Lübz präsentiert Birgit Hesse ein neues Projekt: Die Pflegelotsen.

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erstellt am 11.Jun.2014 | 22:00 Uhr

Nur gemeinsam ist es zu schaffen, die Arbeit zu stemmen. Das sagt Jan Buchholz, Geschäftsführer des Jugendfördervereins Parchim-Lübz e.V. ganz zu Beginn des Besuchs von Sozialministerin Birgit Hesse (SPD). Die Ministerin nahm sich am Dienstagnachmittag Zeit, um sich das Mehrgenerationenhaus Lübz, dessen Träger der Jugendförderverein (JFV) ist, anzuschauen. Denn gemeinsam heißt auch mit dem Land die Aufgaben zu bewältigen. Getragen wird das Mehrgenerationenhaus auch von der Stadt Lübz. „Der wichtigste Partner sitzt mit am Tisch“, erzählt Jan Buchholz. Ohne die Unterstützung – vor allem finanzieller Natur – würde das MGH in Lübz schon lange nicht mehr existieren.

Das Lübzer MGH ist Anlaufstelle für viele. Mehr als 17 000 Besucher verzeichnete die Einrichtung im vergangenen Jahr. Vieles wird hier angeboten – für Groß und Klein. Doch auch Beratungen finden hier statt. Seit Januar 2013 gibt es eine ganz wichtige Anlaufstelle: die Servicestelle für pflegende Angehörige (SpA). Dieses Projekt ist beispielhaft für die Region und Amtsbereiche Lübz, Goldberg, Plau. Doch das Projekt läuft aus. Was passiert dann? Diese Frage stellen sich nicht nur die Mitarbeiterinnen – allen voran Angelika Lübcke, die die Servicestelle leitet – diese Frage geben sie auch weiter – an Sozialministerin Birgit Hesse. „SpA ist ein kostenfreies Angebot. Wir liefern Service aus einer Hand“, erzählt Angelika Lübcke. In der kurzen Zeit von Januar 2013 bis dato haben die Mitarbeiter ein Netzwerk aufgebaut, das super zusammenarbeitet. Doch es muss weitergehen. Oftmals scheitere dieser Versuch aber an der Finanzierung. Die Mitarbeiter und auch Ehrenamtlichen im Lübzer MGH haben Ideen, neue Konzepte werden entwickelt. Darunter auch der Pflegelotse. Dieser solle in jeder Gemeinde vorhanden sein, denn das Thema Pflege ist noch immer ein Tabu. „Die meisten Menschen brauchen Zeit, bis sie sich Hilfe holen. Und nicht jedem mögen sie von ihrem Problem erzählen“, verdeutlicht Kerstin Schünemann, pädagogische Leiterin Kinder- und Jugendstation Mobil. Die Pflegelotsen würden im MGH ausgebildet werden, doch dafür benötigt es eine finanzielle Grundlage. „Beratung ist nur erfolgreich, wenn sie kontinuierlich erfolgt“, so Kerstin Schünemann. „Die Idee klingt sehr spannend. Und Sie haben Recht, Pflege ist noch immer ein schwieriges Thema, das wir angehen müssen“, so Birgit Hesse. Sie wolle sich – auch im Landtag – dafür einsetzen, dass auf kommunaler Ebene mehr miteinander kommuniziert werde. Dazu gehöre auch, dass Probleme gemeinsam zu lösen sind. „Wir wollen prüfen, inwiefern die Beratungslandschaft ausreichend ist und wo noch Optimierungspotential besteht“, erklärt die Sozialministerin. Modellhaft ausgesucht dafür wurde auch der Landkreis Ludwigslust-Parchim. „Der Landkreis ist mit seiner Pflegesozialplanung schon weit vorangeschritten. Vielleicht kann das MGH auch mit aufgenommen werden, um finanzielle Mittel abzurufen. Das sollte der Landkreis einmal überprüfen“, gibt Birgit Hesse als Rat.

Begeistert schaute sich die Sozialministerin die Einrichtung an. „Ich muss wirklich sagen, dass dieses Mehrgenerationenhaus eine sehr schöne Einrichtung ist.“ Ohne Unterstützung seitens der Stadt und das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen im Mehrgenerationenhaus Lübz würde das Haus für Alt und Jung schon lange nicht mehr existieren. Es geht eben nur gemeinsam und miteinander.


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