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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. November 2017 | 00:16 Uhr

Unterwegs 2015 : „Kompass“ durch fünf Naturparks

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Druckfrisch: Gerade erschien der kompakte Veranstaltungskalender für die Naturlandschaften in der Mecklenburgischen Seenplatte

von
erstellt am 16.Jan.2015 | 21:30 Uhr

„Unterwegs 2015“ - so simpel der Titel der gerade erschienenen Veranstaltungsbroschüre für die Naturlandschaften in der Mecklenburgischen Seeplatte vielleicht klingen mag – ihre 32 Seiten haben es in sich. „In diesem Kalender sind vereint sämtliche Veranstaltungen aller fünf Naturparke zu finden“, sagt Jörg Gast, und der Leiter des Naturparks Nossentiner-Schwinzer Heide freut sich: „Es ist eine kompakte Übersicht über alles, was angeboten wird. Ob zu Fuß, per Rad, mit dem Bus oder Boot, da ist für jeden etwas dabei.“

Zu den Naturparks in der Mecklenburgischen Seeplatte zählen neben der Nossentiner-Schwinzer Heide auch das Sternberger Seenland, die Mecklenburgische Schweiz mit dem Kummerower See, die Feldberger Seenlandschaft und natürlich der Müritz-Nationalpark. Natur pur auf 6014,4 Quadratkilometern. Wer sanfte Hügel, weite Felder, ausgedehnte Wälder, malerische Orte und dazwischen immer wieder große und kleine Seen entdecken möchte und im besten Fall ein großer Freund von Flora und Fauna ist, findet hier Möglichkeiten ohne Ende. Nutzen kann die jeder natürlich auf eigene Faust. Alle fünf Parks, auch der Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide, bieten Führungen und Veranstaltungen seit Jahren auch gezielt an.

Zu Vorträgen bzw. Multimediavorträgen (11.2. und 11.3.) wird vor allem in den „dunklen Monaten“ in den Karower Meiler am Sitz der Naturparkverwaltung eingeladen. „Für uns ist das eine Möglichkeit, die Saison im Naturpark zu verlängern“, so Gast. Denn während die Sommermonate hier quasi längst schon Selbstläufer sind, macht die ganzjährige Auslastung Probleme. „Mit unseren Führungen, die oft mehrstündig sind, Licht, Vegetation und stabileres Wetters brauchen, beginnen wir generell erst im April“, erzählt Ralf Koch, Stellvertreter von Gast. So etwa die fünfstündigen Rundkurse mit dem Fahrrad durch den Naturpark, die Wanderung durchs Loppiner Land oder die ornithologische Schifffahrt auf dem Dobbertiner See. Etwas später im Jahr locken Naturparkverwaltung und Kalender zu Abenteuern, wie Kanu-Wanderungen auf der Mildenitz, Floßtouren auf dem Plauer See, Radtouren ins Vogelparadies am Krakower Obersee, Wanderungen ins Reich der Fledermäuse oder Fahrten in der Seeadlerstunde, um nur einige aus der langen Liste zu nennen. Ganz sicher einer der Exoten unter den Angeboten ist die „Neumondwanderung“ am 11. September. Mit ein bisschen Glück werden die Teilnehmer nicht nur Schmetterlinge, Fledermäuse & Co bei Nacht beobachten, „sondern auch Sterne“, freut sich Koch, der als Führer dabei sein wird. „Wenn wir anfangen, es Parks an der Ostsee gleichzutun, haben wir verloren“, ist er überzeugt. „Wir müssen uns Nischen suchen und mit ihnen punkten.“ Dass man in der Nossentiner-Schwinzer Heide einen Sternenhimmel hat, der seinesgleichen sucht, ist dabei nicht nur Nische, sondern Trumpf und der geringen Besiedlungsdichte geschuldet. Oder gedankt, ganz wie man es sieht.

Viele der Führungen übernehmen inzwischen sogenannte „zertifizierte Natur- und Landschaftsführer“ (ZNL). „Für uns arbeiten derzeit 13 ZNLer“, sagt Jörg Gast. Versierte Leute, die Spaß an dieser Tätigkeit haben oder die die Führungen als zweites Standbein nehmen. „Dabei haben sie eins gemeinsam: Sie sind alle bei uns ausgebildet worden, haben 70 Stunden Unterricht absolviert – teils bei unseren Mitarbeitern selbst, teils bei Externen – und dann eine bundesweit einheitliche Prüfung abgelegt.“ Natur-, Kultur-, Heimat- und Denkmalpflege, die zertifizierten Führer verstehen ihr Metier. „Auch wir selbst machen Führungen, doch ziehen wir uns gewollt immer mehr daraus zurück. Zum einen, weil wir das neben der anderen Arbeit in dem Umfang gar nicht leisten können. Andererseits sollen die ZNLer mit ihren Führungen ruhig Geld verdienen“, sagt Jörg Gast ohne Umschweife. Der Preis mache daher auch den kleinen Unterschied zwischen Führungen mit oder ohne ZNL. „Wobei Schiff und Bootsausleihe natürlich auch bezahlt werden müssen“, räumt Jörg Gast ein.

Naturaffine sollten sich den Veranstaltungskalender auf alle Fälle besorgen, ihn unter natur-mv.de oder www.naturpark-nossentiner-schwinzer-heide herunterladen und sich rechtzeitig in Karow oder direkt bei den ZNLer anmelden.

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