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aus dem bauausschuss : Kobold-Kita muss saniert werden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Aufgrund von Feuchtigkeit besteht dringender Handlungsbedarf / Bauausschussmitglieder berieten Sanierungskonzept

von
erstellt am 02.Feb.2015 | 20:30 Uhr

Das etwas gemacht werden muss, darüber sind sich die Mitglieder des Ausschusses für Bau, Liegenschaften, Stadtentwicklung und Wirtschaft der Stadt Goldberg einig. Grund: Feuchtigkeit steigt in der Kindertagesstätte Koboldland in Goldberg auf. „Hier besteht jetzt Handlungsbedarf“, verdeutlicht Gerd Wüster, Bauamtsleiter im Amt Goldberg-Mildenitz.

Die Kosten für die Sanierung des Sockelbereiches, des Daches und auch des Innenbereiches haben es in sich, sie schlagen hart zu Buche: Rund 110 000 Euro wurden genannt – für die Sanierung, außen wie innen. Ein Teil des Sockels und des Fundamentes wurden freigelegt, um zu schauen, woran es liegen könnte, das Feuchtigkeit die Wände aufsteigt. Der Fehler wurde schnell gefunden: Zu wenig Dämmung, die Fundamente seien nicht weit genug in die Erde eingelassen und es sei wohl unzureichendes Baumaterial – noch zu DDR-Zeiten – verwendet worden. „Was damals versäumt wurde, müssen wir jetzt schnellstens beheben“, so der Bauamtsleiter. Die Kosten seien auch für die Bauamtsverwaltung ziemlich überraschend gekommen.

Bauamtsmitarbeiterin Anett Voß ist derzeit damit beschäftigt zu schauen, welche Schritte jetzt schnellstmöglich – und kostengünstiger – vorgenommen werden können. „Bis zur nächsten Bauausschusssitzung sollten die Informationen eingebracht werden“, erläutert Gerd Wüster. Entweder empfehlen die Bauausschussmitglieder der Stadtvertretung die Komplettsanierung oder zunächst nur die Sanierung des Sockelbereiches – Kostenpunkt: Zirka 61 300 Euro. „Wir müssen schauen, inwieweit die Innendämmung überhaupt funktioniert“, so Wüster. Diesen Vorschlag hatte Hans-Jürgen Trümner in der jüngsten Bauausschusssitzung eingebracht. „Eine Innenwand-Dämmung ist schnell gemacht und es würde zunächst ausreichen.“ Denn bei der Baumaßnahme außen müsste neben dem Sockelbereich sowie Fundament auch das Dach verlängert werden. „Allein das Dach würde mit 10 000 Euro zu Buche schlagen“, verdeutlicht Gerd Wüster. Derzeit beträgt der Dachüberstand nur wenige Zentimeter. Damit Sturm und Regen auch in Zukunft keine Schäden mehr anrichten können, müsste dies ebenfalls überholt werden.

Welche Empfehlung die Kommunalpolitiker an die Stadtvertretung abgeben werden, ist noch nicht klar. Anett Voß war zunächst wichtig, auf das Thema aufmerksam gemacht zu haben. „Noch einmal: Die Bausubstanz ist nicht besorgniserregend. Wir sollten nur rechtzeitig etwas tun“, schlägt die Bauamtsmitarbeiterin vor.

Derzeit wird die Kobold-Kita in der John-Brinckman-Straße mit Nachtspeicheröfen heiztechnisch versorgt. Auch das müsse sich in Zukunft ändern, schlägt Bauamtsleiter Gerd Wüster vor. Während der Sitzung wurde auch der Vorschlag gemacht, die Kita wieder mit Turnhalle zu verbinden. Diese bestand nämlich bereits. Während der energetischen Sanierung allerdings wurden die Verbindungen gekappt. „Mit Hilfe des BHKW könnten wir auch die Kita wieder beheizen“, so Gerd Wüster. Auch hier würden wieder immense Kosten anfallen – neue Heizung gleich neue Leitungen. All dies ist nicht in einem Jahr zu schaffen. Deshalb plädiert Gerd Wüster zu einer Sanierung in mehreren Schritten, denn einen Kita-Neubau könne sich die Stadt nicht leisten.

 

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