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150 jahre deutsches rotes kreuz : Klimahelfer unterm Roten Kreuz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Im Gespräch mit Anke Pohla, Kreisleiterin des Jugendrotkreuz im Altkreis Parchim, über die Arbeit, die Ziele und nächste Vorhaben

von
erstellt am 09.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Das Jugendrotkreuz (JRK) ist die Jugendorganisation des Deutschen Roten Kreuzes. Seine Mitglied er sind Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 27 Jahren . Im Altkreis Parchim bestehen momentan elf JRK-Gruppen, in denen insgesamt 120 junge Leute aktiv sind.

Im Altkreis Parchim wird das Jugendrotkreuz von Anke Pohla angeführt. Die Plauerin war erst im März für die kommenden vier Jahre zur neuen Kreisleiterin gewählt worden. Redakteurin Simone Herbst sprach mit ihr über die Arbeit, die Ziele und nächste Vorhaben des JRK.

Frau Pohla, womit beschäftigen sich die jungen Leute, die im Jugendrotkreuz Mitglied sind?

Anke Pohla: Die Inhalte beim Jugendrotkreuz sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Auch bei uns. In erster Linie geht es natürlich um Erste Hilfe. Daneben greifen wir aber auch Themen aus dem Bereich Umwelt-, Natur und Gesundheitsschutz, verschiedene Schwerpunkte der Verkehrs- und Sexualerziehung aber auch Logik- und Beweglichkeitsübungen auf.

Was wollen Sie damit erreichen?

Zum einen sind die Kinder sehr interessiert, wollen vieles wissen und lernen. Etwa warum wir bluten, wenn wir uns verletzen, was das Herz zum Schlagen bringt oder auch was man bei einem Unfall machen muss. Damit sie sich mit anderen messen können, finden Wettbewerbe auf Kreis-, Landes- und Bundesebene statt. Im Moment bereiten wir uns auf den Kreiswettbewerb im Juni in Barkow vor. Unsere Ältesten sind aktuell Landessieger und trainieren für den Bundeswettbewerb, der im Oktober in Lengerich stattfindet. Aber alle haben gemeinsam auch viel Spaß. Nicht zuletzt darum geht es bei der Arbeit im JRK.

Gibt es noch andere Veranstaltungen oder Wettbewerbe, an denen Ihr teilnehmt?

Manchmal betreuen die JRKler die Blutspender und sind für das Spenderfrühstück zuständig. Es gibt aber auch andere interne Veranstaltungen, die vor allem das Gemeinschafts-, das Wir-Gefühl stärken. Noch in diesem Monat fahren wir ins Müritzeum nach Waren. Der Besuch ist mit Führung und Bootstour geplant. Wir waren aber auch schon im Bärenwald Müritz. Im kommenden Monat findet ein Flohmarkt für den guten Zweck statt. Im August sichern wir erst das Quetziner Strandfest in der Ersten Hilfe ab, danach fahren unsere Gruppenleiter auf Bildungsreise nach Berlin.

Das Deutsche Rote Kreuz steht seit 150 Jahren für breites soziales Engagement. Wofür setzt sich das JRK ein?

Auch wir sind ehrenamtlich vor allem im sozialgesellschaftlichen Bereich unterwegs. Momentan läuft zudem die Kampagne „Klimahelfer – Änder was, bevor’s das Klima tut“, die zeigt, dass die Organisation noch weit mehr macht. Dazu haben wir uns schöne Flecken im Altkreis Parchim gesucht – Altkreis deshalb, da die Kreisverbände Parchim und Ludwigslust noch nicht fusioniert sind – , an denen wir gemeinsam mit Partnern wie Stadtverwaltung, Schule oder Jagdgenossenschaft Bäume als Schattenspender oder Sun-Blocker pflanzen. Das sind hübsche Pyramideneichen. Gleichzeitig ruft das Jugendrotkreuz junge Menschen im ganzen Land auf, Trinkwasserspender als „Durstlöscher“ zu installieren. Die Kampagne dient aber auch dazu, Kinder und Jugendliche besser auf extreme Wetterereignisse vorzubereiten, damit verbundenes Wissen zu vermitteln – zum Klimawandel grundsätzlich aber auch bezüglich der Gesetz zur Aufnahme von Klimaflüchtlingen.

Mit 120 Mitgliedern in elf Gruppen leiten Sie einen recht großen Verband. Wie stellt man es an dazuzugehören?

Indem man sich uns anschließt. Wer weiß, wo und wann sich in seiner Nähe eine JRK-Gruppe trifft, meldet sich am besten dort. In Plau ist das immer dienstags, 17 bis 18 Uhr, im Freizeithaus am Bahnhof. Eine sehr gute Gelegenheit bietet sich schon morgen beim Tag der offenen Tür von 10 bis 13 Uhr beim DRK in Parchim. Da werden wir natürlich auch mit vertreten sein. Ansonsten dürfte die Veranstaltung vor allem für junge Menschen sehr interessant werden, denn das DRK stellt alle seine Ausbildungsberufe vor. JKLer schlagen beruflich nicht selten diesen Weg ein.

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