Drei Tage volle Programm : Kleines Dorf feiert ganz groß

Die kleine Rabea (5) wird von Ines Möller (l.) für das Fest bunt geschminkt.
1 von 5
Die kleine Rabea (5) wird von Ines Möller (l.) für das Fest bunt geschminkt.

Mühlenhof beging 600-jähriges Jubiläum : Nicht nur die 37 Einwohner kamen, auch Gäste aus nah und fern wollten gratulieren

von
17. September 2017, 21:00 Uhr

Meist fährt man an dem kleinen Dorf zwischen Techentin und Lübz vorbei, streift das Dorf eigentlich nur. Am Wochenende aber war es anders, man kam, um ins Dorf hinein zu fahren und an dem großen Fest zum 600. Dorfgeburtstag teilzunehmen.

Schon bei den ersten Vorbereitungsgesprächen im Kulturausschuss war klar, dass die Mühlenhofer nicht nur einen Tag feiern werden. „Wenn schon, dann gleich drei Tage“, war sich das 37 Einwohner zählende Dorf einig. Und so kam es auch und doch hatte kaum einer geahnt, welche Resonanz es in der Region findet. Nicht nur die Einwohner aus Mühlenhof und der Gemeinde Techentin, zu der das Geburtstagskind gehört, sondern auch aus der näheren und weiteren Umgebung kamen die Besucher und füllten das Festzelt. Mitunter waren mehr als das zehnfache der Einwohnerzahl auf dem Festplatz zwischen Mittel- und Ringstraße. Bereits am Freitagabend zur Eröffnung am Lagerfeuer und den Informationen rund um die Geschichte dieses kleinen Ortes zog es viele hierher.

Der Sonnabend war der nächste Höhepunkt mit einem Andrea-Berg-Double sowie den Goldkehlchen am Nachmittag. Gewohnt sicher und mit lockeren Sprüchen führte Carsten Barby durchs Programm und begeisterte das gemischte Publikum. Im Hintergrund des Festzeltes lockte eine Fotodokumentation zu mancher Diskussion und für etliche Erinnerungen. Auch Reinhard Meisel aus Goldberg, der einst in Techentin lebte, erkannte etliche Personen aus früheren Jahrzehnten wieder. Andere Erinnerungen wurden angesichts der Oldtimer der Simson-Werke aus Suhl wach. Ob SR 2, Spatz oder Schwalbe – etliche der Besucher fuhren selbst so ein Moped. Maik Scheer aus Langenhagen konnte mit seinem DKW aus dem Jahre 1952 begeistern und die Gäste staunten angesichts der alten Fotos, was der Oldtimerfreund aus einer abgewrackten Rostkiste wieder aufgebaut hat.

Derweil schnitten Bürgermeister Fred Paarmann und die Hobbybäckerinnen Manja Sklomeit und Daniela Wrzesniok die selbstgebackene spezielle Festtagstorte an, bevor sich die Gäste dann die vielen Kuchen und Torten schmecken ließen, die fleißige Hausfrauen kreiert hatten. Dazu gab es Blues und Soul, gespielt von Maik Ungewiß auf dem Tenorsaxophon. Für die anschließende Stimmung sorgten die Goldkehlchen mit ihren Live-Gesängen und der entsprechenden Stimmung. Mitarbeiter des Lübzer Mehrgenerationenhauses hatten an etlichen Ständen für die jüngsten Besucher einige Angebote.

Bis spät in die Nacht wurde am Sonnabend gefeiert und Maria, Manja und die beiden Heikes aus Mühlenhof sorgten für Hochstimmung als die „Mopgirls“, ebenso die „No limit Dancer“ mit dem Line-Dance und auch den Goldkehlchen. Doch damit nicht genug, am gestrigen Sonntag gab es einen Subbotnik der besonderen Art. Ab 11 Uhr hieß es: Gemeinsames Aufräumen bei Bier und Bockwurst.

„Es war ein rundum gelungenes Fest und das vor allem, weil wir mit den Mühlenhofern und dem Kulturausschuss gemeinsam alles vorbereitet und organisiert haben. Das stärkt unsere Gemeinde und vor allem die Gemeinschaft in diesem kleinen Dorf“, sagt der Bürgermeister.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen