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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

13. Dezember 2017 | 10:14 Uhr

Mecklenburgika : Kleine Souvenirs made in Goldberg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Produkte sollen über Handwerkergründungszentrum hergestellt und vermarktet werden. Grundsatzbeschluss: Stadt übernimmt Trägerschaft des Projektes

von
erstellt am 07.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Trachten-Puppen, Wurzelzwerge, Steinmännchen, Postkarten, Kalender, Säfte, Marmeladen – kleine Andenken und Mitbringsel eben. All das soll unter dem Titel „Mecklenburgika“ produziert und verkauft werden. Hinter der Idee steckt ein gesamtes Konzept: Der Aufbau eines Handwerkergründungszentrums (HGZ). Die Trägerschaft für dieses Projekt übernimmt die Stadt Goldberg. Dafür haben die Stadtvertreter jetzt einen Grundsatzbeschluss gefasst – einstimmig.

Ursprünglich hatte sich der Landkreis Ludwigslust-Parchim mit diesem Projekt beim Bundeswettbewerb „Land(auf)schwung“ beworben, kam aber nicht in die Gruppe der Preisträger. Jetzt besteht die Möglichkeit, über die neue Leader-Strategie Fördermittel zu generieren. „Diese Chance sollten wir nutzen“, sagt Angela Marschall. „In der Lenkungsgruppe wurde dem Projekt ein positives Potenzial zugesprochen.“ Das Konzept müsse jetzt noch einmal überarbeitet werden.

Neben der Stadt Goldberg, dem Amt Goldberg-Mildenitz und der Leader-Aktionsgruppe sind das Arbeitsamt und Jobcenter, die Handwerkskammer, die IHK, der Regionale Planungsverband Westmecklenburg, das Regionalmanagement des Landkreises Ludwigslust-Parchim, die Kreistagsausschüsse, die Wirtschaftsfördergesellschaft sowie die Fachhochschule Wismar als Beteiligte im Konzept genannt. Das Projekt ist für eine Dauer von fünf Jahren angelegt, alle zwei Jahre solle eine Evaluierung erfolgen und über den Abbruch oder die Fortsetzung gesprochen werden.

Das Projekt sieht mehrere Stufen der Entwicklung vor. Vor allem setze es auf die Stärken der einzelnen Bereiche und Regionen. „Der Aufbau eines Handwerkergründungszentrums soll die Beteiligten schließlich an die Selbstständigkeit heranführen, Arbeitsplätze schaffen“, erklärt Gustav Graf von Westarp. Der Stadtvertreter stellt vor allem den Aspekt heraus, selbst etwas herzustellen und zu vermarkten. Mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze erlange das Projekt Modellcharakter.

Eng an die Trägerschaft der Stadt Goldberg geknüpft ist die Genehmigung des Vorhabens im Haushaltsplan 2015/16. Derzeit hat die Mildenitzstadt aber noch keinen genehmigten Haushaltsplan. Auf Hochtouren werde daran gearbeitet. Das Konzept sieht vor, im kommenden Jahr mit dem Ausbau der Büro- und Produktionsräume zu starten sowie die Produktion der „Mecklenburgika“ aufzunehmen. In 2017 und 2018 sollen dann die Produktion, der Versand, das Marketing und auch der Vertrieb weiter ausgebaut – das HGZ weiter gefestigt werden. Durch Kooperationen und die Bildung von Netzwerken ist es möglich, bestehende Ressourcen landesweit zu nutzen, um somit die „Mecklenburgika“ bundesweit zu vermarkten. Wenn alles glatt läuft, Fördermittel generiert werden können, dann gibt es vielleicht bereits im kommenden Jahr schon Trachten-Puppen, Wurzelzwerge, Steinmännchen und Co. – „Mecklenburgika“ unter der Trägerschaft Goldbergs, Souvenirs aus der eigenen Produktion – made in Goldberg. 

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