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Pilzesammler in Wooster Teerofen : Kleine Pilzauskenner ganz groß

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Krakower Fünft- und Sechstklässler lernten die „Bürschchen“ des Waldes rund um die Naturschutzstation in Wooster Teerofen kennen

svz.de von
erstellt am 02.Nov.2017 | 21:00 Uhr

Man muss kein ausgemachter Experte sein, um den Fliegenpilz zu erkennen, wenn man ihn vor sich sieht. Das ist eine der leichteren Übungen. Vielmehr bewegt die Frage, ob unsere Kinder heute noch essbare und giftige Pilze unterscheiden können? Und wenn ja, wie geht das mit dem Pilzesammeln im Wald? Auch die Schüler der 5. und 6. Klassen der Naturparkschule in Krakow am See fragten sich das, und sie haben es ausprobiert. Einen ganzen Schultag verwendeten sie darauf. An der Seite der Fachleute vom Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide.

Begonnen wurde mit einem Stationsbetrieb, wo die Schüler durch die Naturparkmitarbeiter in die Welt der Pilze eingeführt wurden. Hier wurde auch die Frage geklärt, wo uns Pilze überall im Alltag begegnen, wie man Pilze schneidet und putzt, welche Sammelbehälter man verwendet und woran man alte oder junge Pilze erkennt. Dann gab es eine Einweisung in die wichtigsten essbaren und die gefährlichsten giftigen Pilze. Auch die Doppelgänger wurden besprochen.

Nach einer kleinen Frühstückspause ging es endlich in die ausgedehnten Wälder um die Naturschutzstation in Wooster Teerofen. Bewaffnet mit Körben und kleinen Messern wurde gruppenweise das gelernte Wissen angewendet. Nach gut anderthalb Stunden fanden sich alle wieder in Wooster Teerofen ein und dann wurden die „Fänge“ ausgewertet. Neben dem Maronen-Röhrling gab es Steinpilze, Birkenpilze, Pfifferlinge und Rotfußröhrlinge. Nicht ein einziger ungenießbarer oder giftiger Pilz hatte sich in die Körbe der Kinder verirrt! Dann war gemeinschaftliches Putzen angesagt und zum Schluss gab es für jedes Kind eine Urkunde als „Kleiner Pilzauskenner“.

Der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide will mit dieser Aktion ganz bewusst Kinder wieder stärker an die natur heranführen. „So haben sie die Möglichkeit, ihre unmittelbare Umgebung und damit ihre Heimat kennen und lieben zu lernen und Dinge zu erlernen, die früher zum Alltagswissen gehörten und heute drohen verloren zu gehen“, so Naturparkleiter Ralf Koch.

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