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Neuigkeit bei Südbahn : Klage gegen Streckenschließung ist eingereicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Freude bei Bürgerinitiative (BI) „ProSchiene“ / Landkreis Ludwigslust-Parchim will sich Schritt des Nachbarkreises anschließen

svz.de von
erstellt am 31.Aug.2014 | 20:30 Uhr

Der Widerstand gegen die geplante Schließung der Bahnstrecke Parchim – Malchow ist ungebrochen. Auf der jüngsten Demonstration (zu ihr lädt die Bürgerinitiative „ProSchiene“ an jedem letzten Freitag im Monat auf die von der Schließung betroffenen Bahnhöfe ein) verkündete BI-Aktivist Rainer Raeschke den etwa 40 Besuchern eine wichtige Neuheit: Der Nachbarlandkreis Mecklenburgische Seenplatte habe in der vergangenen Woche Klage gegen die vorgesehene Schließung beim Oberverwaltungsgericht eingereicht und der Landkreis Ludwigslust-Parchim habe signalisiert, sich diesem Schritt anzuschließen, was die Demonstranten mit Beifall bedachten. „Beides sehr erfreulich wie wichtig“, so Raeschke. Am vergangenen Donnerstag hatten sich Vertreter aller demokratischen, in beiden politischen Gremien vertretenen Parteien getroffen.

Ebenso positiv sei die unlängst gefallene Entscheidung, genannten Abschnitt an die Eisenbahngesellschaft DB Regio zu vergeben. Nach den bisherigen, der BI vorliegenden Informationen wolle der Anbieter die Strecke von 7 bis 17 Uhr im Zwei-Stunden-Takt bedienen. „So teuer wie mit dem Bus kann das nicht werden, so dass die Entscheidung feststehen müsste“, sagt Raeschke. „Doch so positiv sich dies ebenfalls anhört, es ist ein Haken dabei: Man möchte den Fahrplan in eine Sommer- und Winterausgabe unterteilen, die Bedingungen wären nicht behindertengerecht und Plau am See wird nicht angeschlossen, was für uns ein Quantensprung wäre.“ Auch angesichts dessen favorisiere die Bürgerinitiative eindeutig, dass die gesamte Strecke Hagenow – Neustrelitz auch in Zukunft wie bisher von der ODEG bedient wird. Überhaupt nicht zu akzeptieren sei der vorgestellte Schienenersatzverkehr mit Bussen, bei dem Gallin und Passow etwa keine festen Haltepunkte mehr wären. Wenn man wollte, dass dort künftig der Bus hält, müsste man dies auch von dort aus einen Werktag vorher bestellen. „In diesem Punkt müssen sich alle demokratischen Parteien im Kreistag im Sinne der hier lebenden Menschen einig sein“, so der Sprecher. „Ich hoffe diesmal ganz besonders, dass die Argumente und nicht parteipolitische Spielchen im Mittelpunkt stehen.“

 

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