Umstrittenes Denkmal : Klage gegen Stadt abgewiesen

Die Ziege beschäftigt weiter Anwälte und Gericht.
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Die Ziege beschäftigt weiter Anwälte und Gericht.

Streitobjekt Bronzeziege: Mutter von verletztem Kind geht in Berufung

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13. Juli 2015, 08:00 Uhr

Bürgermeisterin Gu-drun Stein nennt es mittlerweile „die unendliche Geschichte“. Gemeint ist damit das Verfahren vor dem Parchimer Amtsgericht wegen einer Verletzung an der Wade, die sich ein Mädchen 2014 beim Herabsteigen von der kleinen Ziege aus Bronze am gleichnamigen Markt in der Innenstadt von Lübz zugezogen hatte (wir berichteten).

Die Eltern hatten zunächst Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen gegenüber der Stadt aufgestellt. Unlängst berichtete Gudrun Stein den Stadtvertretern, dass im März die Güteverhandlung stattfand. „Nach Erörterung der Sach- und Rechtslage entschied das Gericht am 1. April, die Klage in allen Punkten abzuweisen“, sagte sie. Mittlerweile habe die gegnerische Seite eine „vergleichsweise Einigung“ angestrebt, die die Stadt jedoch ebenfalls ablehnte. Mit einem Schreiben vom 8. Mai sei die Mutter gegen das Urteil in Berufung gegangen. Bei dieser Aussage ging ein Raunen durch den Saal. Gudrun Stein: „Es ist davon auszugehen, dass uns diese Angelegenheit noch eine gewisse Zeit beschäftigen wird – interessant, da einzigartig.“ Zu verstehen sei die Klage nicht, denn das Kunstobjekt stehe nicht im Weg und blanke(r) Hörner wie Rücken seien ein Beleg für viele Streicheleinheiten.

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