zur Navigation springen
Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

20. September 2017 | 02:26 Uhr

Natur und Lebensräume : Klädener Eichen abgestorben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Dennoch bieten sie noch immer Lebensraum

Die Klädener Eichen in der Gemeinde Dobbertin bilden eine Gruppe von uralten Stieleichen, die in der Nähe der Ortschaft Kläden ursprünglich Bestandteil eines Hudewaldes gewesen sind. Die Einwohner der Ortschaft haben ihre Haustiere, insbesondere Rinder, Ziegen und Schafe, aber auch Schweine, in den Wald getrieben, damit sich die Tiere von den Früchten des Waldes, vor allem von Bucheckern und Eicheln, von Gräsern und jungen Zweigen ernähren konnten.

Über viele Jahrhunderte betrieben, wurden die alten Bäume immer weniger, bis die Waldweide 1918 in Mecklenburg verboten wurde. Die heute noch auf der Freifläche stehenden drei Bäume sind vermutlich zwischen 500 und 800 Jahre alt. Die beiden ältesten haben einen Stammumfang von sieben Metern. Leider sind gerade diese beiden uralten Baumriesen seit mehreren Jahren abgängig. Schon im letzten Sommer waren leider keine jungen Triebe mehr am Baum zu sehen.

Zum Glück haben bis zum Schluss beide Stieleichen noch Früchte produziert und abgeworfen, so dass der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide mit Hilfe seines Projektes „Junge Riesen“ die Chance hatte, über den Samen der Bäume noch Nachkommen zu ziehen, die in den nächsten Jahren in das Umfeld der abgestorbenen Bäume gepflanzt werden sollen. Da gerade Stieleichen, die über viele Jahrhunderte an einem Standort gewachsen sind, auch nach ihrem Tod noch Lebensraum für viele seltene und geschützte Käferarten darstellen, sollten die abgestorbenen Bäume nicht gefällt werden, sondern als Totholz noch viele Jahrzehnte stehen bleiben können.


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen