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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

11. Dezember 2017 | 01:31 Uhr

Ganzlin : Kita-Neubau beschlossen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Schon 2017/18 könnte mit Förderung des Landkreises gebaut werden. Vor Antragstellung muss noch Standortfrage geklärt werden

von
erstellt am 20.Mai.2016 | 21:00 Uhr

„Ja“ zum Kita-Ersatzneubau: Das Votum der Ganzliner Gemeindevertreter auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend hätte   klarer nicht sein können.  Schon 2017/18 könnte gebaut  werden.  Dafür spricht nicht zuletzt die in Aussicht gestellte 90-prozentige Förderung vom Landkreis, „die wir auch einfordern werden“,  unterstrich Jens Tiemer in der Sitzungsrunde die Entschlossenheit, das  Vorhaben  umzusetzen. Bei 1,128 Mio. Euro   wird nach heutiger Schätzung  der  Investitionsumfang für den Neubau liegen.  Und der wäre  ohne kreisliche Unterstützung für die  Gemeinde   und deren klammen  Haushalt  mehr als  nur eine Nummer zu groß. 

Ende April   waren in einer gemeinsamen Sitzung   von  Bau- und  Sozialausschuss  alternativ zum Neubau Varianten wie Container, ehemalige Schule  und Kita-Umbau  diskutiert worden. Doch  die Mitglieder waren einstimmig zu der Entscheidung gekommen, eine neue Kita zu errichten. Der Neubau soll  und muss  mehrere  Probleme  lösen:    Die Kita „Kleine Strolche“  entspricht schon lange nicht mehr den  Anforderungen des Jugendamtes.  Sie  ist ständig überbelegt und arbeitet seit Jahren  mit Ausnahmegenehmigungen. Eine Kapazitätserweiterung ist wegen  der steigenden  Kinderzahl, vor allem im Krippenbereich,  notwendig.  Der schlechte bauliche Zustand  des Gebäudes, der kein Zweckbau, sondern   ehemaliges Wohnhaus ist, verschlechtert  die  Situation zusätzlich, auch in brandschutztechnischer Hinsicht. Wegen der Raumkonstellation ist  konzeptionelles Arbeiten  nur teilweise  möglich,  entsprechen auch die hygienischen  Bedingungen   nicht den heutigen Anforderungen.   

Nach zwei Jahren Vorarbeit scheinen die Ganzliner  nun am Ziel.  Einem wichtigen  in einer Gemeinde, die  auf eine stabile, sogar  leicht wachsende  Geburtenentwicklung verweisen kann.  Nicht zuletzt  deshalb  hatte  auch  die Jugendhilfeplanung  des Landkreises  für das  Ganzliner Vorhaben   votiert.  Ein wichtiges Argument war, dass  die Kita wegen  ihrer verkehrsgünstigen Lage an der  B 103  und der Nähe zu Plau   als Ausweicheinrichtung   zur Sicherung der hohen Bedarfe  der  Stadt   gut geeignet  und zumutbar ist. Die Absicherung des  gesetzlich geregelten Platzanspruchs   je Kind war  wegen der ständigen, durch das Jugendamt   befristeten Überbelegung  nicht  immer möglich.   Die  neue Kita, deren Kapazität um sechs Plätze  auf 42 erhöht werden soll,  soll die Aufnahme von Mädchen und Jungen aus dem Amtsbereich  möglich machen.

Der  Beschluss  für den Neubau   musste am Donnerstag zwingend her, da  die Kommunalaufsicht  des Landkreises andernfalls die  angekündigte Haushaltssperre über  die  Planungssumme in Höhe von ca. 81000  Euro verhängt hätte. Was das Vorhaben im Keim erstickt  hätte.  Bürgermeister Tiemer hatte es den Vertretern nicht  mehr  nahelegen müssen.   Sie  fassten den  Beschluss   ohne große Diskussion. Nun aber  drängt eine andere Frage   zu einer schnellen Entscheidung: Und zwar wo gebaut werden soll. Mit dem aktuellen Standort (an dem  wegen des Abrisses  eine Übergangslösung notwendig wäre), Gemeindeland am Dorfplatz und  vor den Neubauten, sind drei  Grundstücke  im Gespräch. Weitere Vorschläge  können  gern  gemacht werden, sagte Jens Tiemer.  „Es sollte aber Gemeindeland sein, da alles andere zu Verzögerungen führen  und die  Antragstellung  beim Landkreis bis spätestens 30. September  gefährden würde.“

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