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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

24. November 2017 | 01:25 Uhr

Lokalpolitik : Kita ärgert sich über Fußbodenbelag

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Sitzung des Lübzer Sozialausschusses in Broocker Einrichtung: Ihre Leiterin kritisiert das Verhalten der Stadt, die wiederum auf enge Grenzen im Haushalt verweist.

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erstellt am 25.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Die der Stadt Lübz gehörende Kindertagesstätte „Landmäuse“ im Ortsteil Broock besteht seit dem 2. Februar 1987, hat also ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Träger ist die Volkssolidarität. 42 von sechs staatlich anerkannten Erzieherinnen betreute Kinder besuchen sie (davon 12 den Krippenbereich). Aufgeteilt sind die Mädchen und Jungen in zwei offene Gruppen, was bedeutet, dass sie frei entscheiden können, wann sie mit wem Umgang haben möchten.

Anlässlich seiner jüngsten Sitzung traf sich der Sozialausschuss in der Einrichtung. Dabei berichtete die neue Leiterin Kathrin Asmus unter anderem, dass es Vollverpflegung (das Mittagessen wird von einem professionellen Anbieter geliefert) dort schon immer gebe. Viele Kitas haben sie erst seit kurzem eingeführt. Ein- bis zweimal in der Woche gebe es Angebote in Anlehnung an Kneipp’sche Grundsätze, was die Kinder begeistere. „Partizipation wird bei uns großgeschrieben“, so Kathrin Asmus.

Ein Paukenschlag war dann ihre Antwort auf die von der Ausschussvorsitzenden Birgit Jagusch gestellte Frage, wie sie die Zusammenarbeit mit der Stadt einschätze: „Nicht gut. Es gab zwar eine Komplettsanierung, aber der Fußbodenbelag in unserem Essenraum etwa ist unhygienisch. Die Stadt weiß seit Jahren davon, aber passiert ist nichts. Das Nächste wäre, die Hygiene zu holen. Die Eltern helfen uns schon viel, aber 2009 fanden die letzten Malerarbeiten statt und die sanitären Anlagen stammen noch aus dem Erbauungsjahr.“ Letztere entsprächen nicht mehr dem heutigen Standard.

Beim Rundgang durch die Kita, der unter anderem auch mit einem Blick auf die Toiletten verbunden war, äußerten mehrere Besucher hingegen, dass diese noch einen sehr guten Eindruck machten und sie auch Kritik an anderen, erst vor wenigen Jahren verlegten Fußbodenbelägen nicht nachvollziehen könnten. Auf die von der Leiterin namentlich gegen ihn erhobenen Vorwürfe angesprochen, sagt der im Bauamt des Amtes Eldenburg Lübz tätige Norbert Dzyak, dass ihm die Wünsche bewusst seien, es jedoch niemals verbindliche Zusagen für Erneuerungen gegeben habe: „Wir bemühen uns ständig um Verbesserungen, müssen uns jedoch nicht nur um eine Einrichtung kümmern. Entscheidend ist immer die Haushaltslage, nach der wir uns zu richten haben. Und wie es um sie bestellt ist, weiß jeder.“

Auch Thomas Rosenfeldt, Leiter des Bürgeramtes, nahm an der Sitzung teil. Ihm zufolge sei beispielsweise die Funktion der Toiletten gewährleistet, so dass es wichtigere Aufgaben gebe, als sie zu erneuern. Für die Gestaltung von Fußböden in Kindertagesstätten gebe es Empfehlungen aus hygienischer Sicht, die anders als früher seien: „An dem Punkt werden wir weiter arbeiten, doch der Haushalt setzt uns enge Grenzen.“

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