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Lokalpolitik : Kein Windrad näher als 800 Meter an Einzelhäusern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Gischows Bürgermeister stellt klar: Auch 1000 Meter Entfernung zu geschlossener Bebauung wird nicht unterschritten.

svz.de von
erstellt am 26.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Basierend auf unserem gestern erschienenen Bericht über die Windkraftentwicklung in der Gemeinde Gischow teilt Bürgermeister Jens Kühl erklärend mit, dass ihm die UKA Nord Projektentwicklung GmbH & Co. KG in mehreren Gesprächen versichert habe, in Gischow keine Windräder in einer Entfernung unter 800 Meter zu einzelnen Häusern zu errichten. Geschlossener Wohnbebauung werde man nicht näher als 1000 Meter kommen. Die im Text erwähnte eventuelle Unterschreitung von einem Kilometer sei also auf bestimmte Fälle begrenzt, die man nicht verallgemeinern dürfe.

Wie schon kurz erwähnt, haben die Gemeindevertreter nach mehreren vorherigen Besprechungen beschlossen, einen Flächennutzungsplan aufstellen zu lassen, um den geordneten Bau von Windrädern zu ermöglichen. Dies könne jedoch mit erheblichen Kosten verbunden sein, so dass Kühl die Entscheidung unter „Finanzierungsvorbehalt“ gestellt hat. Hintergrund: Auch in Gischow ist die Kasse leer und der Beschluss bezieht sich auf keine von der Gemeinde laut Gesetz zwangsweise zu erfüllende Aufgabe. Bei Gesamtkosten in Höhe von beispielsweise 300 000 Euro könnte es aus genanntem Grund sein, dass die Kommune ein Viertel davon selbst bezahlen muss. Deshalb bestehe eine Möglichkeit eventuell darin, die Erarbeitung schrittweise in Auftrag zu geben. Allerdings habe man in diesem Jahr auch nicht 17 000 Euro für den Auftakt zur Verfügung. Kühl: „Wir stoßen auch hier an unsere finanziellen Grenzen.“

Der Antrag auf Genehmigung des diesjährigen Haushaltes liegt noch bei der Kommunalaufsicht. Weil der erwähnte Beschluss bei Einreichung des Etats noch nicht enthalten war, müsse man jetzt erst klären, ob beziehungsweise wie etwas möglich sein könnte.

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