Naturschutzpark Nossentiner/Schwinzer Heide : „Junge Riesen“ abzugeben

Inge Stickel inmitten ihrer „jungen Riesen“
Inge Stickel inmitten ihrer „jungen Riesen“

Gegen eine Spende an den Förderverein erhalten Interessierte im Naturpark spezielle Bäume

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02. August 2016, 05:00 Uhr

Drei Jahre lang hat Inge Stickel im Naturschutzpark Nossentiner/Schwinzer Heide das Projekt „Junge Riesen“ betreut. Von alten, markanten, besonderen oder auch unter Naturschutz stehenden Bäumen hat sie Samen, Setzlinge oder Schösslinge gewonnen und diese in der Baumschule am Naturparkzentrum am Karower Meiler großgezogen. Ziel dieses Projektes als fester Bestandteil der Naturparkplanung ist es, mittels ganz gezielter Nachzuchten die starken, alten Riesen für die Nachwelt zu erhalten. Weil sie imposant und das landschaftsprägende Gesicht der Region sind.

Unter den „jungen Riesen“ finden sich unter anderem Eichen, Ulmen, Ahorn, Erlen oder auch Douglasien. Viele haben ihre Reise in die Wälder des Naturparkes bereits angetreten. Wie die kleine Schwarzerle, die vor knapp drei Wochen am „Hahnenhorst“ im Revier Karow gepflanzt werden konnte. Die „Mutter“, wahrscheinlich älter als 120 Jahre und mit einem Stammumfang von 5.20 Meter war bei einem der ersten Stürme in diesem Jahr umgebrochen. Er war ein besonderer Baum, der zu den 500 ältesten Bäumen Deutschlands zählte. „Mit unserem Projekt haben wir nicht zu früh begonnen“, freut sich Inge Stickel. „Wir haben Nachkommen genau dieser Erle, die - wie wir hoffen – gute Gene in sich trägt.

Das „Junge-Riesen“-Projekt“ - von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung finanziert - ist beendet. Noch aber sind junge Riesen übrig. Und davon würde der Naturpark gern auch an private Interessenten abgegeben. Gegen eine Spende für den Förderverein des Naturparks und natürlich für Anlässe wie Hochzeiten, Betreibsjubiläen, Taufen…

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