Kulturhaus Mestlin : Jugendtheater spielt Märchen

Zwischen 9 und 16 Jahren ist der Schauspielernachwichs jung, der am kommenden Wocheenende die Bühne im Mestliner Kulturhaus bespielt. Fotos: Horst Kamke
1 von 2
Zwischen 9 und 16 Jahren ist der Schauspielernachwichs jung, der am kommenden Wocheenende die Bühne im Mestliner Kulturhaus bespielt.

Bei „Schneewittchen“ hält sich das Projekt eng an das Original der Gebrüder Grimm / Am Wochenende zwei Vorstellungen

von
24. August 2015, 08:00 Uhr

Am Märchen „Schneewittchen“ beißen sich zur Zeit neun Kinder und Jugendliche bei intensiven Proben im Mestliner Kulturhaus buchstäblich die Zähne aus.

„Klar sprechen lernen und sich in Worten deutlich vernehmbar auszudrücken, ist eines meiner hauptsächlichen Anliegen“, formuliert Susanne Reichhard ihren hohen Anspruch an den Schauspielernachwuchs.

„Außerdem geht es wie bei jedem Theaterstück darum, in fremde Charaktere schlüpfen zu lernen und deren Emotionen nachvollziehbar darzustellen.“

Damit ist die Theaterpädagogin und Schauspielerin vom Konzept der vergangenen Jahre abgerückt, gänzlich ihre und die Ideen ihrer Schauspieler in Spielszenen umzusetzen. „Mit der Originalvorlage der Gebrüder Grimm haben wir ein festes Handlungsgerüst.“ Das bekannte Märchen werde vorlagengetreu nacherzählt. „Wir präsentieren keine modernisierte Fassung, sondern halten uns exakt an Version der Gebrüder Grimm.“ Mit dramaturgischen Überraschungen ist dennoch zu rechnen.

Im Märchen Schneewittchen, so Susanne Reichhard, komme eine ganze Palette starker Gefühle zum Ausdruck: „Es geht um Tod, Liebe, Hass, Freiheit, Eitelkeit und Neid, Gut und Böse.“ Das verlange den jungen Darsteller im Alter zwischen neun und 16 Jahren einiges ab. „Doch ich habe eine zauberhafte Sahnegruppe, wie sie nur einmal in einem Jahrzehnt vorkommt“, schwärmt die Theaterpädagogin. „Darüber bin ich sehr glücklich.“

Die Idee, ein Märchen aufzuführen, präsentierte sie bereits Ende 2014. Danach galt es, Kinder und Jugendliche für die Proben zu gewinnen, die anfangs nur an Wochenenden stattfanden.

Der Schauspielernachwuchs kommt nicht allein aus Mestlin, sondern auch aus Techentin, Below und sogar aus Berlin oder Baden-Württemberg. Je näher der Aufführungstermin rückte, umso aufwendiger wurde die Arbeit. In den beiden letzten Wochen der Sommerferien wird nunmehr täglich von 11 bis 14 und 18 bis 22 Uhr geprobt. „Mein Dank gilt den Müttern, die täglich Fahrdienste verrichten und für die Verpflegung sorgen.“

Susanne Reichhard wird bei ihrer Arbeit von Kathleen Bade als Regie-Assistentin unterstützt. Für die Technik (Licht, Ton) zeichnet Peter Enterlein verantwortlich. Die Brandwache wird von der Mestliner Feuerwehr gestellt, „wofür ich sehr dankbar bin.“ Die Premiere von „Schneewittchen“ geht im Mestliner Kulturhaus am Sonnabend, 29. August 2015 ab 19.30 Uhr über eine Bühne, die sich technisch auf dem neuesten Stand präsentiert. „Die Optik wird eine Überraschung sein“, will Susanne Reichhard vorab nicht mehr verraten.

Am nachfolgenden Sonntag (30.) wird außerdem ab 15 Uhr eine kostenlose Vorstellung für Kinder gegeben.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen