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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. Oktober 2017 | 13:48 Uhr

Kultur : Jetzt geht’s ans Kircheninnere

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Jahreshauptversammlung des Fördervereins Plauer St. Marienkirche

Ihr Schmuckstück soll weiter verschönert werden, dass hat die jährliche Hauptversammlung des Plauer Fördervereins St. Marienkirche ergeben. 43 Mitglieder waren ins Dr. Wilde Haus nach Plau am See gekommen, um den Ausführungen vom Vereinsvorsitzenden, Dr. Axel Tohtz, sowie dem Schatzmeister, Rüdiger Hoppenhöft zu lauschen. Insgesamt sind 226 Personen bemüht, die Plauer Kirche zu sanieren. 31 Prozent der Vereinsmitglieder wohnen nicht in dem Luftkurort. Dr. Tohtz konnte mitteilen, dass nach Untersuchungen der Universität Rostock der Plauer Förderverein einer der mitgliederstärksten Kirchenbauvereine in Mecklenburg-Vorpommern ist: „Wir wünschen uns, dass wir noch mehr werden – das ist ein Zeichen unseres gemeinsamen Engagements für die Erhaltung unserer Kirche“, sagte Dr. Axel Tohtz.


Außensanierung aus Spenden Fördergeldern finanziert


Im Jahresbericht des Vorstandes für das Jahr 2014 verwies Axel Tohtz, dass in den Jahren von 1994 bis 2006 wichtige Erneuerungsarbeiten an der Kirche erfolgt sind, darunter die Fenstersanierung, die Erneuerung der Heizung, der Elektroanlage und der Beleuchtung, die Sanierung des Glockenstuhls, die Renovierung der Sakristei und die Sanierung der Südseite des Chores mit einem Kostenaufwand von mehr als 300 000 Euro. Seit der Gründung des Fördervereins im September 2007 schritt die Kirchenaußensanierung mit Dachdeckung voran. Der Fördervereinsvorsitzende erinnerte zudem, dass mehr als 100 Mitglieder das Kirchengewölbe vom Schutt befreiten: „Ich kenne keine Kirche unserer Größe, wo Ähnliches geschafft wurde. Wir waren zwar hinterher grau wie Kirchenmäuse und es war auch gefährlich, aber wir haben mehr als 50 Tonnen Bauschutt entfernt.“ Mit der Turmsanierung 2012 konnte die Außensanierung der Kirche abgeschlossen werden. Diese kostete rund 820 000 Euro. Aus Spenden und Stiftungsgeldern konnte der Förderverein davon einen Anteil von 25 Prozent bereitstellen.


Innensanierung in Etappen


2014 waren keine Baumaßnahmen geplant, da das Minus in der Pfarrkasse durch die erhöhten Kosten bei der Turmsanierung wieder ausgeglichen werden mussten. Nun soll es – in diesem Jahr beginnend – an die Innensanierung gehen. Die Kosten (ohne Restaurierungsarbeiten) für das Kirchenschiff
werden etwa 440 000 Euro betragen. Die Sanierung soll in Etappen erfolgen. Zunächst sollen Vorarbeiten im Chorraum erfolgen. Dafür sind die nächsten zwei bis drei Jahre vorgesehen. Als zweiter Schritt ist die Wiederherstellung der Wand- und Deckenflächen einschließlich Gerüste vorgesehen. Kostenpunkt: etwa 150 000 Euro.

Die Reihenfolge der Baumaßnahmen wird Anfang März 2015 vom Kirchgemeinderat entschieden. Axel Tohtz stellte fest, dass durch die Restaurierung die bestehende Bemalung erneuert werden muss: „Aber es bleibt, wie es ist. Wir wollen den Charakter unserer Kirche nicht aus dem Auge verlieren.“ Nach dem gegenwärtigem Stand muss die Finanzierung durch Spenden, Eigenmittel der Kirche sowie Fördermittel von Stiftungen und Banken erfolgen. Das bedeutet: „Für die Ansparung von Baugeldern werden wir zukünftig mehr Zeit brauchen“, so Tohtz.

Schatzmeister Rüdiger Hoppenhöft erläuterte die finanzielle Situation des Fördervereins. An Mitgliederbeitragen gingen 2014 2285 Euro ein und zusätzlich an Spenden von den Mitgliedern 14 040 Euro, insgesamt also 16 325 Euro, „wahrlich eine tolle Summe“ (zum Vergleich: 2013 waren es 13 790 Euro). Anstelle von Geburtstagsgeschenken haben sich viele Geburtstagskinder im vergangenen Jahr von ihren Gästen eine Spende für die St. Marienkirche gewünscht. So sind noch einmal rund 7657 Euro an Spenden von Nichtmitgliedern hingekommen. Insgesamt verzeichnete der Verein also Einnahmen von rund 23 982 Euro: „ Jede noch so kleine Spende ist eine große Hilfe bei unserem Vorhaben. Vielen Dank allen Beteiligten“, verdeutlichte Hoppenhöft.


Großes Engagement der Plauer


Erwähnenswert ist die Kuchenaktion mit gespendetem Kaffee und Kuchen für Besucher der Kirche im Sommer, die einen Gewinn von 843 Euro erbrachte. Auch die Spendenbox im Kirchturm war mit rund 1353 Euro erfolgreich. Der Verein verfügt derzeit über ein Guthaben von rund 67 870 Euro. Von der Axel-Springer-Stiftung sind 3000 Euro zugesagt, so dass 70 000 Euro für die Vorarbeiten im Chorraum eingesetzt werden können. „Mit der Ausmalung und weiteren Arbeiten steht uns noch ein hartes Stück Arbeit bevor, zumal wir davon ausgehen müssen, dass hierfür kaum noch Fördermittel zur Verfügung stehen werden. Dadurch wird leider der Anteil des von uns zu Tragenden wachsen müssen. Wir haben dank Ihrer aller Hilfe bereits vieles von den großen Sanierungsaufgaben bewältigt, vor allem ist das Dach der Kirche schon mal dicht“, schloss Schatzmeister Rüdiger Hoppenhöft seine Ausführungen.

 

 

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