Musikstadt Goldberg : Jam-Session auf Goldbergs Burg

Die Musiker der Band „Um Himmels Willen“ aus Goldberg: Mua Engel, Kornelius Taetow, Christoph Feldkamp, Hans Winter, Christian Banek, Jule Peter und Kai Uwe Sachse (v.l.) in ihrem Probenraum in der ehemaligen Burg von Goldberg.
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Die Musiker der Band „Um Himmels Willen“ aus Goldberg: Mua Engel, Kornelius Taetow, Christoph Feldkamp, Hans Winter, Christian Banek, Jule Peter und Kai Uwe Sachse (v.l.) in ihrem Probenraum in der ehemaligen Burg von Goldberg.

Auch die Band „Um Himmels Willen“ hat seit ihrer Gründung ihren Probenraum im ehemaligen Amtshaus der Mildenitzstadt

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10. April 2015, 22:00 Uhr

Kabel schlängeln sich kreuz und quer über den Boden – Blau, Schwarz, Grau, Weiß. Wahrscheinlich blickt nur ein Mann da durch – und das ist Hans Winter. Denn er ist nicht nur Musiker, sondern auch der Technik-Mann der Band „Um Himmels Willen“ aus Goldberg. Ohne ihn läuft hier nichts – zumindest keine Musik über den Verstärker und das Mischpult. Hans Winter weiß genau, wie er den Ton richtig über die Lautsprecher bringt.

Ohne Musiker gibt es aber keinen Ton. Hinterm Schlagzeug sitzt Christoph Feldkamp, der erste Pastor der Band „Um Himmels Willen“ – bei den Musikern nur noch kurz „UHW“ genannt. Der zweite Pastor steht am Keyboard oder spielt Akkordeon: Kornelius Taetow und der dritte im Bunde ist Pastor Christian Banek am Bass und Mitglied von „UHW“ seit der ersten Stunde. Gemeinsam mit einem Gärtner – mit Mua Engel – gründete er 2003 eine weitere Band in Goldberg. Sie sind mit die ersten, die in der ehemaligen Burg der Mildenitzstadt in der Amtsstraße ihren Probenraum haben – bis heute wird dort gerockt, gecovert, gejammt.

Mittlerweile besteht die Band aus acht Mitgliedern: Christian Banek, Christoph Feldkamp, Koernelius Taetow, Hans Winter, Mua Engel sowie Kai Uwe Sachse an der Gitarre, manchmal singt er auch – oftmals erst zu späterer Stunde – und Jule Peter, die Sängerin von „UHW“. Der letzte im Bunde ist der Mann, der die Musiker bei ihren Auftritten ins richtige Licht rückt: Alex Kubik. In dieser Zusammensetzung rockt die Band mittlerweile in der Region – einige neue Gesichter sind dazugekommen, einige andere haben die Band verlassen. So auch Thomas Timm, der ehemalige Pastor der Kirchengemeinde Goldberg-Dobbertin, und Mitbegründer von „Um Himmels Willen“.

Wer in den vier Wänden des UHW-Probenraumes Fragen stellt, könnte ein bisschen Geld verlieren. Dann muss derjenige nämlich einen ausgeben. Die Regeln dafür hängen im Eingangsbereich des Probenraumes an einem Schrank: „Bierkasten tödlich“ steht auf dem Zettel. „Wer zum Beispiel fragt: ,Wie geht das nochmal?‘ Oder: ,Ham we das schon ma gespielt?‘ Der muss einen ausgeben“, erläutert Mua Engel, ebenfalls von der ersten Stunde an dabei.

Ein wichtiger Moment für die Band war 2009, als Jule Peter „UHW“ beitrat. „Unser Projekt hatte sich ein bisschen festgefahrn“, erzählt Christian Banek. Doch dann kam Jule, mehr zufällig, als wirklich gewollt. „Ich wollte nur mal schauen, schließlich hatte ich schon eine Band. Mein Plan war, nur zur Probe zu gehen und dann nie wieder“, erzählt Jule in der Rückschau. Doch es kam anders, als gedacht. „Ich hatte ein paar Vorurteile: vier Pastoren und ein Blumenhändler! Was soll dabei herauskommen“, erzählt Jule ganz ehrlich und ohne Umschweife. Doch die Zusammenarbeit passte vom ersten Ton an. Nur Christian Banek war kritisch. „Es können doch nicht alle begeistert sein“, sagt er und lächelt verschmitzt. Bis heute kritisiert er immer mal wieder, aber die Band ist eine große Familie geworden. Das zeigt sie auch immer wieder bei ihren Auftritten – der nächste steht bereits wieder kurz bevor: In Diestelow soll die Bühne gerockt werden.

Doch bis dahin muss noch geprobt werden – in der ehemaligen Burg der Mildenitzstadt. Dann steht Jule am Mikro, Christian am Bass, Christoph spielt Schlagzeug, Kornelius haut in die Keyboard-Tasten, Kai Uwe und Mua streichen über die Saiten. Doch ohne die beiden Techniker Hans und Alex gibt’s weder Ton noch Licht. Dann schlängeln sich wieder Kabel kreuz und quer über den Boden – in Schwarz, Blau, Grau, und Weiß.

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